Immunsystem stärken: Natürliche Wege für starke Abwehrkräfte

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Veröffentlicht am: 23.09.2025 | Aktualisiert am: 29.01.2026
Von Pflanzenkraft bis Mikronährstoffe: Wie Sie Ihre körpereigene Abwehr ganzjährig unterstützen – mit wissenschaftlich fundierten Tipps zu Ernährung, Lebensstil und natürlichen Helfern.
WISSENSWERTES AUF EINEN BLICK
- ✓ Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus Zellen, Organen und Botenstoffen
- ✓ Über 70 Prozent der Immunzellen befinden sich im Darm
- ✓ Schlaf, Ernährung, Bewegung und Stressmanagement beeinflussen die Abwehrkräfte
- ✓ Vitamin C und Zink tragen zu einer normalen Immunfunktion bei
- ✓ Heilpflanzen wie Thymian, Salbei, Cistus und Holunder werden traditionell eingesetzt
- ✓ Lesezeit: ca. 12 Minuten
Unser Immunsystem ist ein fein abgestimmtes Zusammenspiel aus Zellen, Botenstoffen und Barrieren, das unseren Körper rund um die Uhr vor Krankheitserregern schützt. Besonders in Zeiten mit trockener Luft, knappem Tageslicht und vermehrtem Aufenthalt in geschlossenen Räumen steht unsere Abwehr vor besonderen Herausforderungen.
Die gute Nachricht: Wir können unsere körpereigene Abwehr auf vielfältige Weise unterstützen. Moderne Phytotherapie verbindet überliefertes Wissen aus der Naturheilkunde mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. In Kombination mit einem bewussten Lebensstil, ausgewogener Ernährung und gezielten Mikronährstoffen können wir unsere Widerstandskraft das ganze Jahr über stärken.
Wie das Immunsystem funktioniert – Abwehrkräfte einfach erklärt
Das Immunsystem ist ein hochkomplexes Netzwerk aus Zellen, Organen und Botenstoffen. Sobald Viren oder Bakterien eindringen, reagieren spezialisierte Immunzellen: Fresszellen greifen direkt an, B-Zellen bilden gezielt Antikörper. Diese helfen nicht nur im Moment der Infektion, sondern ermöglichen dem Körper, beim nächsten Mal schneller zu reagieren.
Besonders spannend: Das Immunsystem sitzt nicht an einem einzigen Ort, sondern ist im ganzen Körper aktiv – in Haut, Schleimhäuten, Lymphknoten, Darm, Knochenmark und mehr. Über 70 Prozent unserer Immunzellen befinden sich im Darm, was die zentrale Bedeutung der Darmgesundheit für unser gesamtes Abwehrsystem unterstreicht.

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Ein Spaziergang am Morgen wirkt positiv auf die Abwehrkräfte
Natürliche Helfer: Bewährte Heilpflanzen für die Atemwege
Die Natur hält eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen bereit, die traditionell zur Unterstützung bei Erkältungssymptomen und zur Stärkung der Abwehrkräfte eingesetzt werden. Ihre Wirkung beruht nicht auf Magie, sondern auf wertvollen Inhaltsstoffen, die wissenschaftlich erforscht sind.
Thymian – löst, beruhigt, befreit
Thymian (Thymus vulgaris) ist eine der vielseitigsten Heilpflanzen. Seine ätherischen Öle, insbesondere Thymol und Carvacrol, wirken auf mehreren Ebenen: Sie können festsitzenden Schleim lösen, die Bronchialmuskulatur entspannen und das Wachstum von Bakterien hemmen. Gleichzeitig fördern sie die Durchblutung der Schleimhäute – das kann die lokale Abwehr verbessern.
Im Reformhaus®: Thymian als Tee, Saft oder in wohltuenden Kräutermischungen – sanfte Unterstützung für die Atemwege.
Salbei – wohltuend für Hals und Rachen
Salbei (Salvia officinalis) wird traditionell bei gereizten Schleimhäuten im Hals- und Rachenraum eingesetzt. Seine Gerbstoffe können eine feine Schutzschicht bilden, während ätherische Öle mit Cineol und Thujon traditionell verwendet werden. Besonders interessant: Salbei wirkt regulierend – er kann übermäßige Sekretion dämpfen, ohne auszutrocknen.
Im Reformhaus®: Salbei als Tee, Tropfen, Bonbons oder Saft. Ideal schon bei den ersten Halsschmerzen.
Spitzwegerich & Eibisch – sanfte Schleimhautpflege
Die Heilwirkung dieser beiden Pflanzen beruht auf einem schützenden Prinzip: Spitzwegerich (Plantago lanceolata) und Eibischwurzel (Althaea officinalis) enthalten pflanzliche Schleimstoffe, die beim Kontakt mit Wasser einen feinen Film bilden. Dieser legt sich über gereizte Schleimhäute und kann Hustenreiz und Kratzen beruhigen – wie eine feine, natürliche Hülle.
Im Reformhaus®: Wohltuende Hustentee-Mischungen, Spitzwegerich-Arzneitee und Frischpflanzensaft.
Holunderblüten – traditionelle Unterstützung für die Abwehr
Holunder (Sambucus nigra) enthält Flavonoide und Anthocyane, die als Antioxidantien wirken können. Studien deuten darauf hin, dass Holunderextrakte – wenn sie frühzeitig eingenommen werden – die Dauer und Intensität von Infekten verringern können, besonders bei Influenza-Viren.
Im Reformhaus®: Holunderblütentee – zur Stärkung und bei beginnendem Frösteln. Tipp: Salus Holunderblüten-Arzneitee.
Ingwer – wärmende Kraft
Ingwer (Zingiber officinale) kann den Kreislauf anregen, die Durchblutung fördern und wird traditionell zur Unterstützung des Wohlbefindens eingesetzt. Seine Scharfstoffe, Gingerole und Shogaole, können die Wärmebildung stimulieren. Ingwer wird zudem eine entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben – ein Grund, warum er in vielen Kulturkreisen als Gesundheitswurzel gilt.
Im Reformhaus®: Ingwer-Tee, Bonbons, Shots oder Ingwer gemahlen – wärmend und belebend.
Schutzstoffe aus der Natur: Cistus, Propolis & Manuka-Honig
Cistus – Polyphenol-Schutz
Die Zistrose (Cistus incanus) ist reich an Polyphenolen. Studien deuten darauf hin, dass diese Polyphenole Viren an ihrer Oberfläche binden können, bevor sie Zellen befallen. Dieser physikalische Schutzmechanismus kann die Barrierefunktion der Schleimhäute unterstützen.
Im Reformhaus®: Lutschtabletten mit Cistus sind der perfekte Begleiter – besonders bei Kontakt mit vielen Menschen.
Propolis – das Naturharz der Bienen
Propolis ist ein Naturharz, das Bienen aus Baumknospen gewinnen. Es enthält Flavonoide und Phenolverbindungen, die traditionell verwendet werden. Propolis kann die natürlichen Schutzmechanismen der Schleimhäute unterstützen und wird zur Beruhigung gereizter Stellen eingesetzt.
Im Reformhaus®: Propolis als Tropfen, Sprays, Kapseln, Bonbons – pflegend und schützend. Redaktionstipp: Bergland Propolis Rachenspray mit Propolis, Cistus, Thymian und Salbei vereint kraftvolle Schutzstoffe und beruhigt schon beim ersten Halskratzen!
Manuka-Honig – sanfte Kraft aus Neuseeland
Der neuseeländische Manuka-Honig enthält den natürlichen Wirkstoff Methylglyoxal (MGO). Wie an der Technischen Universität Dresden nachgewiesen wurde, kann MGO die Enzymaktivität von Bakterien und Viren hemmen. Seine Besonderheit liegt in der Kombination aus traditionell zugeschriebener antimikrobieller und pflegender Wirkung.
Im Reformhaus®: Zertifizierter Reformhaus® Manuka-Honig in verschiedenen MGO-Stärken (150+, 310+, 460+, 630+, 850+) – pur genossen oder im Tee.
Mikronährstoffe für die Abwehr
Neben Heilpflanzen spielen auch Mikronährstoffe eine wichtige Rolle für ein funktionierendes Immunsystem. Bei ausgewogener Ernährung sind zusätzliche Vitamine meist nicht nötig – in bestimmten Situationen kann eine gezielte Ergänzung jedoch sinnvoll sein.
Vitamin C – Zellschutz mit System
Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Es unterstützt das Immunsystem auf mehreren Ebenen: Vitamin C trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen, kann Fresszellen aktivieren und die Regeneration nach Entzündungen fördern. Zudem kann es helfen, die Schleimhäute gesund zu halten – eine wichtige Barriere gegen Krankheitserreger.
Da Vitamin C im Körper nicht gespeichert wird, ist eine regelmäßige Zufuhr wichtig.
Im Reformhaus®: Acerola- oder Hagebuttenprodukte – natürliches Vitamin C in sanfter, bioverfügbarer Form.
Zink – essenzielles Spurenelement
Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Zink ist an zentralen Abwehrprozessen beteiligt: Es kann die Reifung von Immunzellen fördern, die Virusvermehrung hemmen und Entzündungsreaktionen regulieren. Studien zeigen, dass Zink am besten wirkt, wenn es schon früh bei ersten Erkältungssymptomen eingesetzt wird.
Im Reformhaus®: Zink, auch kombiniert mit Vitamin C – gut verträglich, sinnvoll dosiert, ganzjährig einsetzbar.
Roter Ginseng – Regeneration und Balance
Roter Ginseng (Panax ginseng) enthält Ginsenoside, die den Energiestoffwechsel anregen und das Immunsystem regulieren können. Er wird traditionell eingesetzt, um körperliche Erschöpfung zu überwinden und die körpereigene Abwehr zu stabilisieren.
Studien zeigen, dass Ginseng die Aktivität bestimmter Immunzellen messbar steigern und die Rekonvaleszenz nach Infekten unterstützen kann.
Im Reformhaus®: Hochwertige KGV Ginseng-Kapseln oder Tonika – besonders in Zeiten erhöhter Belastung.
Der Tipp der Redaktion: Cistus-Tee mit Manuka-Honig
Die Mittelmeerpflanze Cistus ist die perfekte Partnerin für den Manuka-Honig. Das Duo ergänzt sich in den Geschmacksnoten und schmeckt als Heißgetränk, wenn es jetzt deutlich kühler draußen wird. Genießen Sie eine Tasse Cistus-Tee mit Manuka Honig für Ihr Wohlbefinden.
Zubereitung: Ein bis zwei Esslöffel Cistus Kräutertee bio (aus dem Reformhaus®) mit einem halben Liter sprudelnd kochendem Wasser übergießen und fünf bis zehn Minuten ziehen lassen. Anschließend einen Teelöffel Reformhaus® Manuka Honig (z.B. MGO 150+) einrühren und nach Geschmack mit etwas Zitrone abrunden.

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Ganzheitlich stark bleiben: Lebensstil als Fundament
Gesundheit entsteht im Alltag – aus kleinen, konstanten Gewohnheiten, die sich gegenseitig stützen. Unser Körper reagiert nicht nur auf einzelne Nährstoffe, sondern auf Rhythmen: Bewegung, Ruhe, Schlaf, Ernährung und Atmung greifen ineinander.
Bewegung – mehr als Muskeltraining
Bewegung wirkt weit über den Muskel hinaus. Jeder Spaziergang, jeder tiefe Atemzug bringt Sauerstoff in die Zellen, regt den Lymphfluss an und aktiviert Immunzellen. Regelmäßige körperliche Aktivität kann die Abwehr messbar stärken.
Empfehlung: 30 Minuten moderate Bewegung täglich an der frischen Luft – etwa ein Spaziergang, Radfahren oder leichtes Joggen.
Schlaf – präzise Regeneration
Schlaf ist kein passiver Zustand, sondern ein präzise gesteuerter Regenerationsprozess. In der Nacht werden Immunzellen gebildet und Botenstoffe ausgeschüttet, die Entzündungen regulieren. Studien zeigen, dass schon wenige Nächte mit zu wenig Schlaf die Infektanfälligkeit erhöhen können.
Empfehlung: Sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht für Erwachsene. Ein stabiler Schlaf-Wach-Rhythmus unterstützt die Immunfunktion zusätzlich.
Ernährung – Impulse für die Zellen
Ernährung liefert nicht nur Energie, sondern auch wichtige Signale: Mikronährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe können die Zellen beeinflussen. Eine pflanzenbetonte, farbenreiche Kost kann den Darm stärken – das Zentrum des Immunsystems, in dem rund 70 Prozent unserer Abwehrzellen aktiv sind.
Empfehlung: Fünf Portionen Obst und Gemüse täglich, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut oder Joghurt.
Stress und Achtsamkeit – die Kraft der Ruhe
Stress ist biologisch gesehen ein Ausnahmezustand. Wird er zur Gewohnheit, bleibt der Körper in Alarmbereitschaft. Dauerhaft erhöhtes Cortisol kann die Immunreaktion bremsen und Entzündungen langsamer heilen lassen.
Achtsamkeit, bewusste Pausen oder einfach zehn ruhige Minuten mit einer Tasse Kräutertee können messbar den Stresspegel senken. Schon kleine Rituale signalisieren dem Körper: Es ist sicher, du darfst loslassen. Ganzheitlich stark zu sein bedeutet zu wissen, wann man handeln – und wann man ruhen darf.
Die innere Uhr – Chronobiologie nutzen
Ein oft unterschätzter Schutzfaktor ist ein stabiler zirkadianer Rhythmus. Unsere innere Uhr steuert nicht nur Schlaf und Wachheit, sondern auch die Aktivität von Immunzellen. Wenn diese zeitliche Taktung gestört wird – etwa durch unregelmäßigen Schlaf oder zu wenig Tageslicht – kann auch das Immunsystem aus dem Gleichgewicht geraten.
Tipp: Schon ein Spaziergang am Morgen im Tageslicht kann die innere Uhr synchronisieren. Abends unterstützt gedimmtes, warmes Licht das natürliche Herunterfahren.
Bewährte Hausmittel bei Erkältung
Manchmal erwischt uns eine Erkältung trotz aller Vorsicht. Erkältungsviren sind das ganze Jahr über aktiv, besonders jedoch in den kühleren Monaten. Altbewährte Hausmittel können bei Erkältungssymptomen Linderung verschaffen:
- Salzinhalationen: Können festsitzenden Schleim lösen und die Schleimhäute befeuchten. 1-2 TL Salz in heißem Wasser auflösen, mit Handtuch über dem Kopf inhalieren.
- Zwiebel-Honig-Sirup: Wird traditionell bei Husten und Halsschmerzen eingesetzt. Eine Zwiebel hacken, mit 1-2 EL Honig ziehen lassen, abseihen und löffelweise einnehmen.
- Kartoffelwickel: Spenden tiefe, feuchte Wärme. Gekochte Kartoffeln zerdrücken, in ein Tuch geben, auf etwa 45 Grad abkühlen lassen und auf Brust oder Rücken legen.
- Quarkwickel: Werden traditionell bei Halsschmerzen verwendet. Quark etwa fingerdick auf ein Tuch streichen, einschlagen und für rund 30 Minuten auflegen.
Erkältung oder Grippe? Die Unterschiede
Nicht jeder Infekt ist gleich. Die folgende Tabelle hilft bei der Unterscheidung:
| Symptom | Erkältung | Grippe (Influenza) |
|---|---|---|
| Beginn | Schleichend | Plötzlich |
| Fieber | Selten, leicht | Hoch (38-40°C) |
| Gliederschmerzen | Leicht | Stark |
| Müdigkeit | Mäßig | Ausgeprägt, wochenlang |
| Husten | Meist trocken | Trocken, schmerzhaft |
| Dauer | 7-10 Tage | 2-3 Wochen |
| Komplikationen | Selten | Häufiger |
Wichtig: Bei hohem Fieber, starkem Krankheitsgefühl oder Verschlechterung der Symptome sollten Sie ärztlichen Rat einholen.
Häufig gestellte Fragen zum Immunsystem (FAQ)
So bleibt dein Immunsystem stark: Ernährung, Schlaf und Psyche im Fokus
Ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung und eine vitalstoffreiche Ernährung bilden die beste Basis für ein gut funktionierendes Abwehrsystem. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Darm, denn über 70 Prozent unserer Immunzellen sind dort angesiedelt. Wir unterstützen ihn mit einer bunten Vielfalt an Gemüse, ballaststoffreicher Kost und immer mal wieder fermentierten Lebensmitteln.
Auch die Psyche hat direkten Einfluss auf unsere Abwehrkräfte: Bei kurzfristigem Stress kann das Hormon Cortisol die Immunreaktion zunächst stabilisieren. Doch bei dauerhaftem Stress bleibt der Cortisolspiegel erhöht – und das kann auf lange Sicht wichtige Abwehrmechanismen ausbremsen. Umso wertvoller sind bewusst eingeplante Ruhephasen. Sie helfen nicht nur der Seele, sondern stärken den gesamten Organismus.
Abwehrkräfte stärken mit der inneren Uhr: Tipps für Schlaf, Licht und Rhythmus
Ein oft unterschätzter Schutzfaktor ist ein stabiler Tag-Nacht-Rhythmus – denn unsere innere Uhr steuert nicht nur Schlaf und Wachheit, sondern auch die Abwehrkräfte. Unsere Immunzellen sind im Tagesverlauf unterschiedlich aktiv. Neue Forschungen zeigen: Wenn diese zeitliche Taktung gestört wird – etwa durch unregelmäßigen Schlaf oder zu wenig Tageslicht – gerät auch das Immunsystem aus dem Gleichgewicht. Die Anfälligkeit für Infektionen steigt. Vor allem das körpereigene Abwehrsystem im Darm profitiert von einer intakten inneren Uhr.
Wie können wir diesen Rhythmus gerade im Herbst stärken? Das wichtigste Signal ist natürliches Licht. Schon ein Spaziergang am Morgen kann Wunder wirken – er hilft, die innere Uhr zu synchronisieren und die körpereigene Abwehr zu mobilisieren. Tagsüber sollten wir möglichst oft ans Tageslicht, abends unterstützt gedimmtes, warmes Licht das natürliche Herunterfahren. Der Lohn: Ein gut eingestellter chronobiologischer Rhythmus macht uns widerstandsfähiger gegen Viren.
Wenn Erkältungsviren zuschlagen: Tipps für schnelle Genesung
Doch manchmal erwischt es einen trotzdem – Erkältungsviren, allen voran Rhinoviren, sind das ganze Jahr über aktiv, besonders in den kühleren Monatenn. Sie werden meist über Tröpfchen (Husten, Niesen) oder Kontakt (Türklinken, Hände) übertragen. Wenn die Schleimhäute geschwächt sind – etwa durch trockene Luft, Kälte oder ein überlastetes Immunsystem – können sich die Erreger leichter in den oberen Atemwegen einnisten.
Anders als bei einer echten Grippe, die abrupt beginnt und oft mit hohem Fieber einhergeht, schleicht sich eine Erkältung meist langsam an. Es beginnt mit einem leichten Kratzen im Hals, gefolgt von einer laufenden Nase, Husten und allgemeinem Unwohlsein. Der Körper zeigt uns deutlich, dass er kämpft – dafür braucht er vor allem eins: Ruhe.
Sanfte Hilfe aus der Natur kann ihn dabei unterstützen, schneller wieder ins Gleichgewicht zu finden.
Altbewährte Hausmittel für die Erkältungszeit
Altbewährte Hausmittel haben zu Recht ihren festen Platz in der Erkältungszeit. Einige haben sich dabei als besonders wirksam erwiesen:
Zwiebel-Honig-Sirup gilt als Klassiker bei Husten und Halsschmerzen. Die ätherischen Öle der Zwiebel wirken entzündungshemmend und antibakteriell, Honig beruhigt gereizte Schleimhäute. Einfach eine Zwiebel hacken, mit 1 – 2 EL Honig ziehen lassen, abseihen und löffelweise einnehmen.
Salzinhalationen lösen festsitzenden Schleim und befeuchten die Schleimhäute – ideal bei verstopfter Nase und Husten. Hierfür 1 – 2 TL Salz in heißem Wasser auflösen, mit Handtuch über dem Kopf inhalieren. Studien bestätigen: Salzinhalationen können die Dauer von Atemwegsinfekten verkürzen und Symptome lindern.
Kartoffelwickel spenden tiefe, feuchte Wärme, die bei Husten und Bronchitis entspannend und schleimlösend wirken kann. Dafür gekochte Kartoffeln zerdrücken, in ein Tuch geben, auf etwa 45 Grad abkühlen lassen und auf Brust oder Rücken legen – mit einem Wolltuch bedeckt etwa 20 Minuten einwirken lassen.
Quarkwickel entfalten eine angenehme Kühle. Besonders bei Halsschmerzen oder geschwollenen Mandeln sind sie schmerzlindernd, abschwellend, entzündungshemmend und fördern die Heilung. Quark etwa fingerdick auf ein Tuch streichen, einschlagen und für rund 30 Minuten auflegen.

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Hausmittel und Heilpflanzen unterstützen das Immunsystem bei der Genesung
Heilpflanzen, die Erkältungssymptome lindern
Die Natur hält Pflanzen bereit, die das Immunsystem stärken oder typische Erkältungssymptome lindern können. Hier eine Auswahl der effektivsten natürlichen Helfer:
Cistus (Zistrose) enthält reichlich Polyphenole, die antiviral und antioxidativ wirken. Besonders interessant: Studien zeigen, dass Cistus-Extrakte das Andocken von Viren an die Schleimhäute erschweren können – ein echter Schutzschild, zum Beispiel als Tee oder in Lutschtabletten.
Thymian ist der Klassiker bei Husten und zählt zu den wirksamsten schleimlösenden Heilpflanzen. Er entspannt die Bronchien und enthält Thymol, ein ätherisches Öl mit starker antibakterieller Wirkung.
Spitzwegerich ist der Reizhusten-Experte. Seine Schleimstoffe legen sich wie ein Schutzfilm über gereizte Schleimhäute und lindern den Hustenreiz – gleichzeitig wirkt er entzündungshemmend.
Ingwer entfaltet eine wärmende, entzündungshemmende und leicht antivirale Wirkung. Als frischer Aufguss mit Zitrone ist er belebend und stärkt zusätzlich das Immunsystem.
Salbei empfiehlt sich besonders bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Seine Gerbstoffe wirken zusammenziehend und hemmen das Wachstum von Keimen – ideal als Gurgellösung oder Tee.
Tipps aus dem Reformhaus®:
Wir empfehlen ausschließlich Produkte, die unseren Qualitätsstandards entsprechen
Natürliches Antibiotikum – was ist dran?
Der Begriff klingt verlockend – aber gibt es tatsächlich natürliche Mittel, die ähnlich wirken wie ein Antibiotikum? In gewissem Maße: ja. Zwar können pflanzliche Substanzen keine schweren bakteriellen Infektionen wie Lungenentzündungen behandeln, doch sie besitzen antibakterielle Eigenschaften, die bei leichten Infekten oder zur Vorbeugung sehr wirksam sein können.
Manuka-Honig aus Neuseeland gilt hier als einer der bekanntesten Vertreter. Er enthält den natürlichen Wirkstoff Methylglyoxal (MGO), der in Studien nachweislich gegen verschiedene Bakterien wirkt – darunter auch solche, die bei Atemwegsinfekten eine Rolle spielen. Wichtig: Je höher der MGO-Wert (z. B. 310+ oder 460+), desto stärker die Wirkung. Manuka-Honig kann bei ersten Anzeichen von Halsschmerzen pur gelutscht oder in lauwarmem Tee eingenommen werden – am besten mehrmals täglich.
Tipp: Reformhaus® Manuka Honig mit laborgeprüftem MGO-Gehalt gibt es in den Stärken 150+, 310+, 460+, 630+, 850+
Propolis, das sogenannte Bienenharz, enthält über 300 verschiedene Wirkstoffe – darunter Flavonoide und ätherische Öle mit stark antimikrobieller Wirkung. Es hemmt das Wachstum von Viren und Bakterien und fördert zusätzlich die Regeneration der Schleimhäute. Besonders beliebt ist Propolis bei hartnäckigem Husten oder Heiserkeit. Studien zeigen, dass eine regelmäßige Anwendung von Propolis-Extrakt die Dauer und Schwere von Atemwegsinfekten deutlich reduzieren kann.
Tipp: Bakanasan® Propolis Kapseln Plus sind hochdosiert mit Roh-Propolis sowie Extrakt, ergänzt mit 10 mg Zink zur Unterstützung des Immunsystems.
Auch Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich haben in klinischen Studien antibiotische Wirkung gezeigt – sie werden vor allem bei Atemwegs- oder Blaseninfekten eingesetzt

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Manuka-Honig und Propolis zur Vorbeugung bei Erkältungen
Empfehlungen für die Stärkung des Immunsystems aus dem Reformhaus®
Immun Booster
- Dr. Wolz Immun select Kapseln: Innovativer Wirkkomplex u. a. mit Milchsäurebakterien, Quercetin und Beta-D-Glucan GSE Immun Complex Tabletten mit Vitamin C, Zink und Selen
- Rotbäckchen® Immunstark: leckerer Saft für die ganze Familie mit Vitamin C und Zink
Stärkung für jeden Tag
- Alsiroyal® Lebenselixier: Mikronährstoff-Elixier mit einem Hauch Manuka-Honig
- Dr. Wolz Vitalkomplex: Der wertvolle Klassiker – Bereits 20 ml enthalten ähnlich viele sekundäre Pflanzenstoffe wie rund 800 g Obst und Gemüse
- Salus One Essence 75: Auf Basis eines natürlichen Pflanzenauszugs, Frucht- und Gemüsesäften aus über 75 verschiedenen Quellen
- Dr. Niedermaier Rechtsregulat®: kaskadenfermentiertes flüssiges Bio-Konzentrat mit natürlichem Vitamin C
- Rabenhorst – Für das Immunsystem verbindet hochwertigen Fruchtgenuss mit gezielter Nährstoffzufuhr. Die Rezeptur basiert auf Apfelsaft, Mangomark, Apfelmark und Acerolamark und wird durch die gezielte Ergänzung von Vitamin C und Zink abgerundet. Beide Mikronährstoffe tragen zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Damit eignet sich der wohlschmeckende Saft ideal zur täglichen Unterstützung in der kühleren Jahreszeit – ob pur, im Smoothie oder auch leicht erwärmt.
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Aus der Wissenschaft: Immunstimulation mit Ginseng
Seit Jahrhunderten gilt Ginseng in Asien als wertvolle Heilpflanze, deren Wirkung mittlerweile auch in der westlichen Wissenschaft zunehmend Beachtung findet. Moderne Analysen zeigen, dass die Vielzahl an Inhaltsstoffen der Ginsengwurzel ein erstaunlich breites Wirkungsspektrum besitzen – von der Unterstützung kognitiver Funktionen über die Stärkung bei Fatigue bis hin zur Regulierung des Immunsystems.
Besonders ein spezieller Inhaltsstoff, das Polysaccharid Ginsan, zeigt in Studien vielversprechende immunstimulierende Effekte. In einer klinischen Doppelblindstudie mit älteren Erwachsenen konnte Ginsan die Aktivität natürlicher Killerzellen sowie entzündungsregulierende Botenstoffe signifikant steigern – ohne dabei unerwünschte Nebenwirkungen zu verursachen.
Die Forschenden sehen in Ginsan einen potenziell wirksamen Beitrag zur natürlichen Stärkung der körpereigenen Abwehr. Interessant ist dabei, dass Ginseng nicht nur aktivierend auf das Immunsystem wirkt, sondern auch bei überschießenden Immunreaktionen, etwa bei chronischen Entzündungen, eine dämpfende Wirkung haben kann. Dies unterstreicht die ausgleichende Wirkung, die Ginseng als Adaptogen besitzt.
Die Ergebnisse bestätigen, was Anwender:innen seit Langem spüren: Ginseng ist eine komplexe Heilpflanze mit einem vielseitigen Anwendungsspektrum.

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Ginseng wird seit Jahrhunderten in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet
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