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Fit im Sommer: Tipps für Kreislauf, Verdauung & Schlaf

Natürliche Hilfe für bewegliche Gelenke, leichte Beine, Herz und Kreislauf sowie eine gesunde Blase – so wird der Sommer zur Wohlfühlzeit. Mit Tipps von der Naturheilkunde-Ärztin und Bestseller-Autorin Dr. med. Franziska Rubin

Beine einer sitzenden Frau hängen über einen Holzsteg ins Wasser.

© Xsandra / gettyimages.de

[Veröffentlicht: 23.06.25 | Aktualisiert: 26.05.26]

Lange Tage, warme Sonnenstrahlen, mehr Zeit im Freien – der Sommer lädt zum Genießen ein. Gleichzeitig fordert die Hitze unseren Organismus auf vielfältige Weise. Wie Sie mit der richtigen Mischung aus Bewegung, leichter Sommerkost und natürlichen Helfern vital und entspannt durch heiße Tage kommen, zeigen wir Ihnen hier – mit wertvollen Impulsen von Naturheilkunde-Ärztin und Bestseller-Autorin Dr. med. Franziska Rubin.

WISSEN AUF EINEN BLICK

  • Kreislauf & Trinken: Regelmäßig kleine Schlucke über den Tag verteilt; Mineralstoffe gezielt ersetzen; nicht eiskalt trinken.
  • Verdauung auf Reisen: Ingwer gegen Übelkeit, Flohsamenschalen bei Verstopfung und Durchfall, Heilerde als Darmhilfe.
  • Gelenkfreundliche Bewegung: Schwimmen, Radfahren, Yoga und Nordic Walking – sportliche Aktivität in die kühlen Morgen- oder Abendstunden verlegen.
  • Venen & Beine: Beine hochlagern, Bewegung fördern, Wechselduschen, eng anliegende Kleidung meiden.
  • Leichte Sommerkost: Wasserreiches Gemüse, mehrere kleine Mahlzeiten, antientzündliche Lebensmittel wie Kurkuma und Leinöl.
  • Erholsamer Schlaf: Schlafzimmer kühl halten (16–20 °C), lauwarm duschen, schlaffördernde Lebensmittel und Kräuterpräparate.

Inhaltsverzeichnis

  • Kreislauf bei Hitze stabilisieren
  • Venen und schwere Beine im Sommer
  • Blasengesundheit im Sommer schützen
  • Verdauung und Darmgesundheit auf Reisen
  • Leichte Sommerkost für unbeschwerte Tage
  • Sommerfreundliche Bewegung für Gelenke und Kreislauf
  • Schlaf & Regeneration: Tropennächte entspannt meistern
  • Fragen & Antworten zur Sommergesundheit

Kreislauf bei Hitze stabilisieren

Der Sommer bringt Sonne und Lebensfreude – für unseren Körper bedeutet er aber oft auch Höchstarbeit. Um die Kerntemperatur konstant bei etwa 37 Grad zu halten, arbeitet der Organismus auf Hochtouren, ganz gleich, ob wir am Schreibtisch sitzen, auf dem Sofa entspannen oder draußen aktiv sind.

Hitze erschwert diese Temperaturregulation: Um sich abzukühlen, weiten sich die Blutgefäße, der Blutdruck sinkt und das Herz schlägt schneller. Besonders Menschen mit ohnehin niedrigem Blutdruck, ältere Personen, Schwangere, Kinder oder Menschen mit Vorerkrankungen spüren das deutlich. Typische Symptome sind Schwindel, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Doch auch gesunde Menschen sollten die warmen Temperaturen nicht unterschätzen.

Das Reformhaus® Trink-1x1 für heiße Tage

  • Regelmäßig trinken: Am besten über den Tag verteilt kleine Schlucke, besonders bei Hitze oder körperlicher Aktivität. Mehr als ein halber Liter auf einmal belastet den Magen, da der Körper Wasser nicht speichern kann.
  • Nicht eiskalt: Wasser oder ungesüßte Kräuter- und Früchtetees in Zimmertemperatur sind ideal – kalte Getränke muss der Körper zunächst erwärmen, was zusätzliche Energie kostet und vermehrtes Schwitzen auslösen kann.
  • Mineralstoffe gezielt auffüllen: Beim Schwitzen verliert der Körper nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Mineralstoffe wie Natrium, Kalium, Magnesium und Calcium. Bei starkem Schwitzen empfiehlt sich die gezielte Zufuhr – etwa mit mineralstoffreichem Wasser, einer Prise Salz oder speziellen Elektrolytlösungen.
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© Susanne Schramke

Dr. med. Franziska Rubin Ärztin, Medizinjournalistin, TV-Journalistin und Buchautorin

Neben der Flüssigkeitszufuhr bringen auch Wechselduschen, kalte Armbäder oder ein Spaziergang im Schatten den Kreislauf wieder in Schwung. Intensive Tätigkeiten sollten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Draußen aktiv: Kopfbedeckung tragen, direkte Sonne meiden und regelmäßige Pausen einlegen.

Reformhaus® Favoriten für einen starken Kreislauf:

Tipps für Herz und Kreislauf von Dr. med. Franziska Rubin

Wenn es heiß ist, rate ich unbedingt zu einem Rhythmuswechsel: früher aufstehen, sich morgens bewegen, mittags ruhen. Wenn Stress in Ihrem Leben eine große Rolle spielt, versuchen Sie einmal eine Gehmeditation, am besten am frühen Morgen barfuß draußen im Gras für zehn bis 15 Minuten: 

Wer die Gehmeditation regelmäßig übt, beruhigt nicht nur Körper und Geist, sondern auch das Herz-Kreislauf-System. Gehen Sie dabei ganz langsam und achtsam, spüren Sie bei jedem Schritt den Kontakt der Füße mit dem Boden und bringen Sie Ihre Aufmerksamkeit immer wieder sanft zum gegenwärtigen Moment zurück. Ausprobieren lohnt sich!

Venen und schwere Beine im Sommer

Die Wärme des Sommers ist nicht nur für den Kreislauf, sondern besonders auch für unsere Venen eine Herausforderung. Wenn sich die Blutgefäße bei Hitze weiten, wird der Rückfluss des Blutes aus den Beinen in Richtung Herz schwerer. Das Ergebnis: schwere, müde oder geschwollene Beine – ein Phänomen, das viele Menschen in den Sommermonaten kennen.

Wassereinlagerungen in den Beinen (Ödeme) entstehen im Sommer häufig durch die wärmebedingte Gefäßerweiterung. Leichte, wasserreiche Lebensmittel wie Melonen, Tomaten, Gurken und Zucchini können helfen, unangenehme Einlagerungen zu reduzieren – sie liefern gleichzeitig wichtige Vitamine und Mineralstoffe.

Füße in einem Fußbad mit klarem Wasser.

Ein kühles Fußbad unterstützt die Venen

Was den Venen jetzt guttut

  • Beine hochlagern: Mehrmals täglich für 10–15 Minuten hochlagern unterstützt den venösen Rückfluss.
  • Bewegung: Die Wadenmuskulatur ist die wichtigste „Venenpumpe" – regelmäßiges Gehen, Schwimmen und Radfahren aktiviert sie effektiv.
  • Wechselduschen und Wassertreten: Wechselweise warm/kalt stärkt die Gefäßwände und regt die Durchblutung an.
  • Enge Kleidung meiden: Einengende Hosen oder Socken mit starkem Gummiband können den Blutfluss behindern.
  • Kompressionsstrümpfe: Bei bekannten Venenproblemen helfen medizinische Kompressionsstrümpfe, das Blut zurück nach oben zu fördern.

Heilpflanzen, die traditionell zur Unterstützung der Venengesundheit eingesetzt werden: Rosskastanie – wird bei schwerem Venenleiden traditionell eingesetzt. Buchweizenkraut enthält Rutin, das zur Unterstützung der Gefäßwände beitragen kann. Brennnessel wirkt traditionell entwässernd und kann dabei helfen, Wasseransammlungen zu reduzieren.

Reformhaus® Empfehlungen – Venen

Zur äußerlichen Anwendung

Zur Einnahme

Tipps für die Venen von Dr. med. Franziska Rubin

Ich bin eine große Freundin der Kneipp-Therapie – besonders im Sommer. Kalte Beingüsse am Morgen sind eine wahre Wohltat, sie regen den Kreislauf an und stärken die Venen. Führen Sie den kalten Wasserstrahl an der Beinaußenseite langsam hoch bis zur Leiste und an der Beininnenseite zum Fuß zurück. Erst das rechte, dann das linke Bein.

Idealerweise nehmen Sie sich vor dem Beinguss noch zehn Minuten Zeit für eine Trockenbürstung, mit der die tieferliegenden Gefäße entlastet werden. Dafür mit einer Massagebürste in kleinen kreisenden Bewegungen vom Fuß bis zur Hüfte bürsten. Zuerst die Außenseite des Beines, dann die Innenseite. Danach die Hautpflege nicht vergessen – zum Beispiel ein Sesamöl sanft einmassieren, wie es im Ayurveda empfohlen wird.

Blasengesundheit im Sommer schützen

Im Sommer sind viele Menschen anfälliger für Blasenentzündungen – und das hat mehrere Gründe: Zu wenig Trinken, nasse Badebekleidung, die zu lange getragen wird, Unterkühlung durch Klimaanlagen oder Zugluft sowie das Abkühlen nach dem Schwimmen können die empfindliche Blasenschleimhaut belasten.

Vorbeugung im Alltag

  • Ausreichend trinken: Eine gute Flüssigkeitszufuhr spült die Harnwege regelmäßig durch und macht es Bakterien schwerer, sich anzusiedeln.
  • Nasse Badekleidung sofort wechseln: Feuchte Wärme fördert das Wachstum von Bakterien – Badebekleidung nach dem Schwimmen zügig gegen trockene Kleidung tauschen.
  • Unterkühlung vermeiden: Klimaanlagen, Zugluft und kühle Böden ohne Fußbedeckung können die Abwehrkräfte der Blase schwächen.
  • Intimhygiene: Milde, pH-neutrale Pflegeprodukte verwenden; intensive Seife kann die natürliche Schutzflora stören.
Rosafarbener Bikini hängt zum Trocknen an einer Wäscheleine vor blauem Himmel und Meer.

© Sphoto / gettyimages.de

Trockene Badesachen, starke Blase!

Pflanzliche Unterstützung: Cranberry-Präparate und D-Mannose werden traditionell zur Unterstützung der Blasengesundheit eingesetzt. Sie können dazu beitragen, dass sich bestimmte Bakterien schlechter an der Blasenwand anheften. Bei Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen, häufigem Harndrang oder Schmerzen im Unterbauch ist ärztliche Abklärung wichtig.

Reformhaus® Empfehlungen für die Blase

Tipps für die Blase von Dr. med. Franziska Rubin

Vor allem wir Frauen können uns im Sommer bewusst vor Unterkühlung schützen. Halten Sie Körper, Füße und insbesondere den Genitalbereich warm und trocken – nasse Badesachen unbedingt schnell wechseln! Auch nasse Handtücher oder kalte Steinbänke können der empfindlichen Blasenregion zusetzen. Wer unterwegs ist, sollte immer trockene Wechselsachen und ein Handtuch dabeihaben.

Wenn Sie sich doch mal verkühlt haben, genießen Sie die wohltuende Wirkung eines temperaturansteigenden Fußbades und einer Wärmflasche auf dem Unterbauch. Und wenn es Sie zum Beispiel im Urlaub plötzlich ganz hart erwischt, machen Sie ein Sitzbad mit wenig warmem Wasser und einigen Esslöffeln Salz – das findet man eigentlich überall. Die Wärme entspannt und das Salz desinfiziert.

Verdauung und Darmgesundheit auf Reisen

Die Sommermonate nutzen viele von uns für Ausflüge, Wochenendtrips oder den lang ersehnten Urlaub. Ganz gleich, ob per Auto, Bahn, Schiff oder Flugzeug – unterwegs spielt der Darm eine zentrale Rolle für unser Wohlbefinden. Besonders bei Hitze reagiert der Magen-Darm-Trakt sensibel auf lange Reisezeiten, veränderte Tagesabläufe, ungewohnte Speisen oder sogar eine Zeitverschiebung am Reiseziel.

Die häufigsten Reisebeschwerden und ihre natürlichen Helfer

  • Reiseübelkeit und Gleichgewichtsstörungen: Auf dem Schiff, im Flieger oder während einer ruckeligen Busfahrt fällt es unserem Körper manchmal schwer, Lage und Bewegung zu koordinieren. Ingwer kann hier helfen: Die enthaltenen Wirkstoffe Gingerol und Shogaol können beruhigend wirken und Reiseübelkeit lindern.
  • Magenkrämpfe und Blähungen: Wohltuende Wärme, tiefe Bauchatmung oder eine sanfte Bauchmassage im Uhrzeigersinn unterstützen die Darmbewegung. Tees mit Fenchel, Kümmel oder Kamille wirken traditionell entspannend auf die Darmmuskulatur.
  • Verstopfung: Der Darm reagiert auf Veränderungen im Speiseplan und neue Tagesabläufe oft „zurückhaltend". Stress, Zeitdruck oder eine ungewohnte Umgebung verstärken das Problem. Flohsamenschalen und Leinsamen sind reich an löslichen Ballaststoffen – sie binden Wasser im Darm und können so die Darmtätigkeit anregen. Ausreichend Flüssigkeit dabei ist wichtig. Auch Trockenobst, besonders getrocknete Pflaumen, wirkt sanft stimulierend.
  • Durchfall: Flohsamenschalen können auch hier unterstützend wirken, da sie überschüssige Flüssigkeit im Darm binden und so die Stuhlkonsistenz regulieren können. Sie bilden dabei eine schützende Schicht auf der Darmschleimhaut. Tee aus getrockneten Heidelbeeren wird traditionell eingesetzt, da die enthaltenen Gerbstoffe die Darmschleimhaut schützen können.

Dr. Rubins Sommerimpuls: Reisetipp für den Darm

„Vor der Reise stehen oft Stress und lange To-do-Listen an – das spürt auch unser Darm. Starten Sie morgens mit einer guten Basis, etwa einem ballaststoffreichen Müsli mit Weizenkleie, Flohsamenschalen und frischem Obst. Bei Sodbrennen greife ich gern zu Heilerde – ein Teelöffel in warmem Wasser vor dem Essen ist mein Geheimtipp."

Reformhaus® Favoriten für ein entspanntes Verdauungssystem:

Leichte Sommerkost für unbeschwerte Tage

Auch die richtige Ernährung trägt an warmen Tagen entscheidend zu unserem Wohlbefinden bei. Schwere, heiße, scharfe oder fettige Speisen belasten den Organismus bei Hitze zusätzlich. Bekömmlicher sind mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt – am besten mit viel frischem Obst und Gemüse.

Antientzündlich essen für Gelenke und Vitalität

Wer seine Gelenke unterstützen möchte, sollte entzündungsfördernde Lebensmittel wie zu viel Zucker, Weißmehl und stark verarbeitete Fleischprodukte möglichst reduzieren. Empfehlenswert sind stattdessen antioxidative Nährstofflieferanten:

  • Leinöl: Wertvolle Quelle für pflanzliche Omega-3-Fettsäuren, die eine Rolle im Entzündungsstoffwechsel spielen
  • Kurkuma: Das Gewürz mit dem Wirkstoff Curcumin – traditionell entzündungshemmend eingesetztKurkuma: Das Gewürz mit dem Wirkstoff Curcumin – traditionell entzündungshemmend eingesetzt
  • Beeren: Reich an Antioxidantien, die Zellen vor oxidativem Stress schützen können
  • Walnüsse: Liefern pflanzliches Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und Magnesium
  • Hagebutten-Pulver: Traditionell bei Gelenkbeschwerden eingesetzt; Hagebutten sind besonders reich an Vitamin C, das zur normalen Kollagenbildung beiträgt
  • Grünes Blattgemüse: Reich an Folat, Eisen und Magnesium

Wasserreiches Obst & Gemüse – ideal für den Sommer

Gerade im Sommer tun leichte, wasserreiche Lebensmittel unserem Körper besonders gut: Melonen, Tomaten, Gurken, Zucchini, knackige Salate oder kalte Gemüsesuppen liefern nicht nur Flüssigkeit, sondern auch wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Sie entlasten den Kreislauf und können helfen, Wassereinlagerungen in den Beinen zu reduzieren.

Dr. Rubins Sommerimpuls: Sommersalat der Extra-Klasse

„Im Sommer greifen wir alle gern zu Salat – herrlich leicht und frisch. Noch besser wird er mit Hülsenfrüchten wie Linsen oder Kichererbsen, Saaten, Körnern oder etwas Tofu oder Schafskäse. So liefert er wertvolle Nährstoffe und Eiweiß, hält länger satt und gibt uns die Energie, die wir auch an warmen Tagen brauchen."

Reformhaus® Empfehlungen – Sommerkost

Sommerfreundliche Bewegung für Gelenke und Kreislauf

Die warmen Temperaturen und das schöne Wetter laden dazu ein, wieder mehr Zeit draußen zu verbringen. Damit der Kreislauf dabei nicht überfordert wird, sollten intensive Trainingseinheiten in der prallen Mittagssonne vermieden werden. Im Hochsommer gilt: Sport lieber in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen.

Wer unter Knie- oder Rückenschmerzen leidet, neigt dazu, sich zu schonen. Doch zu wenig Bewegung kann Beschwerden sogar verstärken – Gelenke brauchen Aktivität, um beweglich und gut versorgt zu bleiben. Die Wärme des Sommers fördert die Durchblutung, lockert die Muskulatur und wirkt sich positiv auf die Gelenkflüssigkeit aus.

Frau steht bis zur Hüfte im Meer und hebt beide Arme nach oben.

© Jordi Salas / gettyimages.de

Bewegung im Wasser ist gelenkschonend und gibt Abkühlung

Die besten gelenkschonenden Sportarten im Sommer

Schwimmen

Durch den Auftrieb des Wassers werden Knie, Hüften und Wirbelsäule entlastet. Gleichzeitig stärken gleichmäßige Bewegungen Muskulatur und Ausdauer.

Radfahren

Kaum Stoßbelastungen auf die Gelenke. Das Körpergewicht wird vom Sattel getragen, die runde Tretbewegung mobilisiert sanft Knie- und Hüftgelenke.

Yoga

Fließende Dehn- und Kräftigungsübungen verbinden Bewegung mit bewusster Atmung – verbessert Beweglichkeit, Balance und Muskelkraft.

Nordic Walking

Gleichmäßige Bewegung an der frischen Luft, auf weichem Untergrund – schont Gelenke, fördert Ausdauer und Kreislauf.

Auch im Alltag gilt: Zu langes Stehen oder einseitige Belastungen können Gelenke strapazieren. Kleine Bewegungspausen und regelmäßige Erledigungen zu Fuß halten die Gelenke geschmeidig.

Reformhaus® Empfehlungen für die Gelenke

Zur äußerlichen Anwendung

Zur Einnahme

Tipps für die Gelenke von Dr. med. Franziska Rubin

Verlegen Sie im Sommer die Bewegung ins Wasser. Lockeres Aqua-Jogging oder Schwimmen entlastet die Gelenke enorm und trainiert zugleich die Muskulatur. Wichtig ist dabei: immer schmerzfrei bewegen und Pausen einbauen. Ein morgendliches Mobilisationsritual – zum Beispiel ein paar leichte Kniebeugen, Dehnübungen oder Beckenkreise im Freien – weckt Ihre Gelenke auf, vor allem, wenn Sie sich morgens steif fühlen.

Übrigens freuen sich Ihre Gelenke, wenn sie etwas weniger Gewicht tragen müssen. Versuchen Sie es doch im Sommer mal mit „Nur einmal am Tag essen“. Klingt erst mal ungewöhnlich, aber meiner Erfahrung nach gewöhnt sich der Magen nach zwei bis drei Tagen gut daran.

Viel trinken dabei nicht vergessen, am besten Wasser mit einem Schuss Zitrone oder Ingwerkonzentrat. Das regt zudem noch den Stoffwechsel an. Und auch zur Begleitung beim Abnehmen ist Aqua Jogging ein optimaler Sport, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Schlaf & Regeneration: Tropennächte entspannt meistern

Sommer, Sonne – schlaflose Nächte? Viele Menschen haben Probleme, wenn das Thermometer auch nachts nicht unter 25 Grad fällt. Die ideale Temperatur fürs Schlafzimmer liegt bei etwa 16 bis 20 Grad. Ist es wärmer, stört das die natürliche Wärmeregulation des Körpers.

Abends bereitet sich der Körper auf den Schlaf vor: Die Blutgefäße weiten sich, Wärme entweicht über Hände und Füße, die Körpertemperatur sinkt. Ist das Schlafzimmer zu warm, kann die überschüssige Hitze nicht entweichen – der Schlafrhythmus wird gestört.

Vier Schlüssel zu besserem Schlaf bei Hitze

Raumklima

Früh morgens lüften, Fenster tagsüber geschlossen halten. Ein feuchtes Laken vor dem Fenster verstärkt den Kühlungseffekt.

Richtig duschen

Lauwarm duschen – nicht eiskalt. So öffnen sich die Poren und der Körper kann überschüssige Wärme effektiv abgeben.

Verdauung entlasten

Keine schweren Mahlzeiten, kein Alkohol, kein Koffein vor dem Schlafen. Eiweißreiche Lebensmittel liefern Aminosäuren, die das Einschlafen fördern können.

Entspannen

Gedämpftes Licht, kein intensives Training ab zwei Stunden vor dem Schlafengehen, bildschirmfreie Auszeit.

Dr. Rubins Sommerimpuls: Der Salzsocken-Trick

„Wer an warmen Nächten schlecht durchschläft, kann es mal mit der kalten Salzsocke versuchen: Ein kleines Schälchen mit kaltem Salzwasser ans Bett stellen, nach dem Aufwachen dünne Socken kurz eintauchen, auswringen und anziehen. Das zieht die Hitze in die Füße – und das Einschlafen fällt wieder leichter."

Reformhaus® Empfehlungen – Schlaf

Den Sommer bewusst genießen

Mit dem richtigen Gespür für die eigenen Bedürfnisse lässt sich die warme Jahreszeit entspannt genießen. Kleine Anpassungen beim Trinken, Essen, Bewegen und Schlafen helfen, Körper und Kreislauf zu entlasten, die Verdauung zu unterstützen und erholsamen Schlaf zu fördern. So bleiben Sie auch an heißen Tagen in Balance – und kommen aktiv und gestärkt durch die Sommermonate.

Fragen & Antworten zur Sommergesundheit

Wie viel sollte man bei Hitze trinken?

Bei Hitze und körperlicher Aktivität sollte die Flüssigkeitszufuhr deutlich erhöht werden. Empfehlenswert ist es, über den Tag verteilt regelmäßig kleine Mengen zu trinken – mehr als ein halber Liter auf einmal belastet den Magen. Ideal sind Wasser oder ungesüßte Kräuter- und Früchtetees in Zimmertemperatur. Beim Schwitzen gehen Natrium, Kalium, Magnesium und Calcium verloren, die gezielt ersetzt werden sollten.

Warum schläft man im Sommer schlechter?

Die ideale Schlafzimmertemperatur liegt bei 16 bis 20 Grad. Abends weiten sich die Blutgefäße, um Wärme über Hände und Füße abzugeben. Ist das Schlafzimmer zu warm, kann die überschüssige Hitze nicht entweichen – der Schlafrhythmus wird gestört. Hilfreich sind morgendliches Lüften, Verdunkelung und eine lauwarme Dusche vor dem Schlafen.

Was hilft bei schweren Beinen und Venenproblemen im Sommer?

Beine hochlagern, regelmäßige Bewegung (besonders Schwimmen und Radfahren), Wechselduschen sowie Kompressionsstrümpfe können das Schweregefühl lindern. Rosskastanie und Buchweizenkraut werden traditionell zur Unterstützung der Venenfunktion eingesetzt. Bei anhaltenden Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Wie kann man Blasenentzündungen im Sommer vorbeugen?

Ausreichend trinken, nasse Badekleidung zeitnah wechseln und Unterkühlung durch Klimaanlagen vermeiden. Cranberry-Präparate und D-Mannose werden traditionell zur Unterstützung der Blasengesundheit eingesetzt. Bei Brennen beim Wasserlassen ist ärztliche Hilfe wichtig.

Welche Sportarten sind bei Gelenkbeschwerden im Sommer am besten?

Schwimmen entlastet durch den Auftrieb Knie, Hüften und Wirbelsäule. Radfahren wirkt kaum stoßbelastend. Yoga verbessert Beweglichkeit ohne ruckartige Belastung. Nordic Walking schont die Gelenke auf weichem Untergrund. Alle Aktivitäten sollten in den kühlen Morgen- oder Abendstunden stattfinden.

Was tun bei Übelkeit und Verdauungsproblemen auf Reisen?

Ingwer (Gingerol, Shogaol) kann Reiseübelkeit lindern. Bei Blähungen helfen Fenchel-, Kümmel- oder Kamillentee sowie eine Bauchmassage im Uhrzeigersinn. Flohsamenschalen regulieren sowohl Verstopfung als auch Durchfall. Vor der Reise empfiehlt sich ein ballaststoffreiches Frühstück.

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Autor:in: Redaktion in Zusammenarbeit mit Dr. med. Franziska Rubin