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Neueste Erkenntnisse der Longevity-Forschung

Interview mit Nina Ruge, Wissenschaftsjournalistin und Longevity-Expertin

Das Bild zeigt Nina Ruge, eine blonde Frau mit langen Haaren, die selbstbewusst in die Kamera schaut. Der Hintergrund ist hell und wirkt freundlich, vermutlich ein Innenraum mit großen Fenstern.

© Frank Erpinar

Die Journalistin, Autorin und Moderatorin Nina Ruge ist eine der bekanntesten Stimmen zum Thema Longevity. Mit ihrem Biologiestudium im Hintergrund vermittelt sie verständlich die wissenschaftlichen Erkenntnisse internationaler Experten. Bereits vier Bestseller hat sie zu diesem faszinierenden Bereich veröffentlicht. Im Interview erklärt sie, was hinter dem Begriff Longevity steckt und was wir für eine gesunde Langlebigkeit tun können.

Liebe Frau Ruge, was verbirgt sich hinter dem Begriff Longevity?

Longevity – dieser Begriff ist ein bisschen schwammig geworden, seit er sich zum Mega-Trend entwickelt hat. Heute labelt man Gesichtscremes als „Longevity-Cremes“ um und verabreicht teure „Longevity-Infusionen“ – und der halbe Nahrungsergänzungsmittel-Markt ist „Longevity“. Das verwirrt natürlich. Nüchtern gesprochen ist „Healthy Longevity“ die Forschung und Produktentwicklung zum Schutz vor Alterskrankheiten. Mittlerweile ist die zellbiologische Forschung tatsächlich so weit, dass sie den Grundursachen des Alterns auf die Spur kommt. Und wenn man das weiß, dann kann man Therapien und Lebensstile liefern, die das Altern verzögern. „Altern verzögern“ heißt, unsere Zellen und Organe so fit zu erhalten, dass sie den chronischen Erkrankungen trotzen können. Sprich: Wir bleiben bis ins hohe Alter gesund. Der Fokus liegt nicht auf längerem Leben in Jahren gezählt. Aber auf mehr gesunden Jahren.

Wie groß ist denn unser Spielraum: Wie viel können wir durch unser Verhalten selbst beeinflussen und welche Rolle spielen die Gene?

Ja, der Alterungsprozess lässt sich definitiv verlangsamen. Bislang ist unser wichtigster Hebel der Lebensstil: Ernährung, Sport, Stressmanagement, Schlaf, Atmung. Dazu Nahrungsergänzung, Hormonersatztherapie für die Frau, regelmäßige Impfung. Doch bald kommen die ersten stärkeren Therapien auf den Markt. Genetisch ist unser Alterungsprozess zu höchstens 20 Prozent bestimmt, wahrscheinlich deutlich weniger. Was nicht heißt, dass es sinnlos wäre, sein genetisches Profil zu kennen. Aus dem individuellen Muster der Genvarianten lassen sich persönliche Risiken auslesen, denen man früh vorbeugen kann. 

Was passiert eigentlich im Körper beim Altern? Lassen sich diese Prozesse wirklich verlangsamen oder aufhalten?

Heute ist das Wissen um die Alterungsprozesse in der legendären „Tortengrafik“ HALLMARKS OF AGING gespiegelt. Die wesentlichen Alterungsprozesse sind in zwölf „Tortenstücke“ gegliedert, von DNA-Schäden über alterndes Mikrobiom bis zu Telomerverkürzung. Jedes dieser Segmente repräsentiert ein gigantisches Forschungsfeld. Ja, und die Forscher weltweit arbeiten daran, sämtliche dieser Prozesse zu verlangsamen, wenn nicht zurückzudrehen.

Im Fokus der Forschung – Hallmarks of Aging: die zwölf Ebenen des Alterns

Von den primären Mechanismen, als grundlegende Ursachen des Alterns, über antagonistische Mechanismen, die verstärkend wirken, bis zu integrativen Mechanismen, die schließlich zu Funktionseinbußen führen.

Ein kreisförmiges Diagramm stellt die 12 „Hallmarks of Aging“ dar, unterteilt in primäre, antagonistische und integrative Mechanismen.

Welche zentralen Faktoren fördern eine gesunde Langlebigkeit?

Wahrscheinlich geht es vor allem darum, die Auslesung unserer Gene auf jugendlichem Niveau zu halten. Wir haben Abermillionen „Stoppschilder“ auf unserer DNA, die genau regeln, welche Gene genutzt werden, um bestimmte Eiweiße zu produzieren, Enzyme zum  Beispiel. Mit dem Altern „verrutschen“ diese Stoppschilder, und es wird schlampig produziert. Ursachen für dieses „Verrutschen“ sind ungesunder Lebensstil, DNA-Schäden, schwere Erkrankungen, UV- und Röntgenstrahlen und vieles andere mehr. Mit einem gesunden Lebensstil kann man das Verrutschen schon verlangsamen. Doch man arbeitet jetzt an Therapien, die systematisch „junge“ Stoppschildmuster wiederherstellen.

Was genau verstehen Sie unter einer Longevity-Ernährung , und wie lässt sich diese praktisch umsetzen?

Eine Longevity-Ernährung ist eine Ernährung, die möglichst viele schützende und möglichst wenig schädigende Wirkstoffe enthält. Schädigend sind zum Beispiel tierische Fette, chemische Zusatzstoffe in hochverarbeiteten Lebensmitteln und Zucker. Schützend sind sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe in Gemüsen, Obst, Nüssen, pflanzlichen Ölen. Also: Eine zu 80 Prozent gemüsebasierte Ernährung ist optimal – die Proteinversorgung kann dann auch durch Milchprodukte sichergestellt werden.

Ihr Buch „Der Verjüngungs-Plan“ enthält eine Hitliste der gesündesten Gemüse. Verraten Sie uns Ihre Favoriten?

Ich liebe tatsächlich schon immer scharfe Gemüse, Fermentiertes, Bitteres – auch im Salat. Also Rucola, Radieschen, Rettich, Artischocken, Kapern, Sauerkraut, Fermentiertes und auch alles Rote wie Rotkraut, rote Salate, blaue Beeren. Der rote Farbstoff steht stark unter Langlebigkeits-Verdacht. Und alles steht in meiner Hitliste ganz oben.

In Ihrem neuesten Buch „Ab morgen jünger“ geben Sie spannende Einblicke in die Longevity-Forschung. Was ist eher Zukunftsmusik und was können wir heute schon tun?

Ich nehme meine Leser:innen mit auf eine Reise vom Heute ins Morgen. Ich starte also bei den heutigen Erkenntnissen zu Nahrungsergänzungsmitteln – spannend finde ich, welche wichtigen Wirkstoffe, die wir milliardenfach im Körper haben, mit dem Altern weniger werden und aufgefüllt werden sollten, wie Coenzym Q10, Spermidin oder Kreatin. Dann sehen wir uns Therapien an, die zwar heute schon eingesetzt, aber zum Teil noch nicht breit anerkannt sind wie Blutwäsche und Stammzellentherapien. Und schließlich der Blick in die Zukunft: Epigenetische Reprogrammierung könnte Organe um Jahrzehnte verjüngen, junge Mitochondrien aus dem Bioreaktor könnten ganz neue Energiequellen erschließen und Telomerverlängerung unseren Zellen mehr Jahre schenken. Healthy Longevity – ein fantastisches Forschungsfeld!

Welche einfachen Schritte können unsere Leser:innen direkt im Alltag umsetzen?

... die innere Haltung ändern! Verantwortung übernehmen für den Erhalt der eigenen Gesundheit. Nicht alles an die Ärzte übergeben, die eh keine Zeit haben. Das braucht jede Menge Achtsamkeit und Konsequenz – und Neugier, also Lust, sich zu informieren!

Was bedeutet das Älterwerden für Sie ganz persönlich?

Alles wird gut. Aber nicht von alleine.

Zum Weiterlesen: Bücher von Nina Ruge

„Ab morgen jünger!“ von Nina Ruge. Die neuesten wissenschaftlichen Longevity-Erkenntnisse, in Zusammenarbeit mit Experten aus Medizin, Wissenschaft und Forschung.
Heyne Verlag, ISBN 978-3-453-21881-9​, 24 EURO




„Der Verjüngungs-Plan“ von Nina Ruge und Stephan Hentschel. Mit Hitliste der 100 besten Gemüse für ein langes Leben, 70 Rezepten von Spitzenkoch Stephan Hentschel und Plan zur Ernährungsumstellung.
Gräfe und Unzer Verlag, ISBN 978-3-8338-8942-4​, 30 EURO  

Das Bild zeigt das Buch 'Ab morgen jünger!' von Nina Ruge.Das Bild zeigt das Buch 'Der Verjüngungsplan' von Nina Ruge.

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Autor:in: Doreen Thal-Henschel