Schonende Pflege bei Rosacea, Neurodermitis und Hautproblemen

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[Veröffentlicht: 08.10.2024 | Aktualisiert: 10.08.2026]
Trocken, gerötet, schuppig? Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer chronischen Hauterkrankung – Sie sind also nicht allein. Wir zeigen, wie Sie Rosacea, Couperose und Neurodermitis erkennen, was die Hautschutzbarriere damit zu tun hat und welche natürliche Pflege wirklich hilft.
Wissen auf einen Blick
- Rosacea, Couperose und Neurodermitis sind chronisch, aber nicht ansteckend und gut zu behandeln.
- Ursache ist fast immer eine geschwächte Hautschutzbarriere – Stress, Hormone und Umweltreize begünstigen sie zusätzlich.
- Couperose gilt als mögliche Vorstufe der Rosacea, ist aber meist ein rein kosmetisches, nicht-entzündliches Problem.
- Bewährte Pflegewirkstoffe: Nachtkerzenöl (Neurodermitis), Purpur-Rotalge (Rosacea/Couperose), basische Pflege (pH 7,5–8,5).
- Ein Haut-Tagebuch hilft, persönliche Trigger wie Stress, Sauna oder scharfe Speisen zu erkennen.
- Bei starken oder anhaltenden Symptomen gehört die Diagnose in ärztliche Hände.
Inhaltsverzeichnis
- Kleiner Hauttest: Wie empfindlich ist Ihre Haut?
- Die Hautschutzbarriere: Basis für gesunde Haut
- Rosacea und Couperose: Unterschiede und Pflege
- Neurodermitis: Wenn die Haut viel Zuwendung braucht
- Haut-Tagebuch: Trigger erkennen
- Pigmentflecken, Dehnungsstreifen und Narben
- Persönliche Beratung im Reformhaus®
- Häufige Fragen (FAQ)
Kleiner Hauttest: Wie empfindlich ist Ihre Haut?
Unser kleiner Hauttest kann Ihnen helfen, die Situation besser einzuschätzen und die richtigen Pflegemaßnahmen zu ergreifen.
| Was trifft auf Sie zu? | Ja | nein | manchmal |
|---|---|---|---|
| Ist Ihre Haut oft gerötet? | □ | □ | □ |
| Reagiert Ihre Haut schnell empfindlich und gereizt? | □ | □ | □ |
| Ist Ihre Haut trocken oder schuppig? | □ | □ | □ |
| Leiden Sie unter Juckreiz? | □ | □ | □ |
| Neigt Ihre Haut zu Entzündungen? | □ | □ | □ |
Sie haben 1–2 Fragen mit „Ja“ oder „manchmal“ beantwortet? Keine Sorge, Ihre Haut muss nicht gleich eine chronische Hauterkrankung haben. Sie scheint nur etwas empfindlich zu sein und freut sich über ein paar extra Streicheleinheiten in Form von spezieller Pflege für sensible und trockene Haut (z. B. ARYA LAYA HyperSens Pflegeserie). Lassen Sie sich bei Ihrem nächsten Besuch im Reformhaus® gern von den qualifizierten Reformhaus® Fachkräften beraten.
Wenn Sie mehr als zwei Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, insbesondere die unteren, kann ein Besuch beim Hautarzt / bei einer Hautärztin ratsam sein. Vielleicht leiden Sie an Neurodermitis oder einer Rosacea. Aber auch hier können wir Sie beruhigen: Mit unseren Tipps und der richtigen Pflege unterstützen wir Ihre Haut bei der Regeneration. Unser Ziel: Sie sollen sich in Ihrer Haut rundum wohlfühlen!

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Mit der richtigen Pflege können Sie sich Hautprobleme natürlich „abschminken”
Die Hautschutzbarriere: Basis für gesunde Haut
Fast jedes chronische Hautproblem beginnt mit derselben Ursache: einer geschwächten Hautschutzbarriere (auch Säureschutzmantel oder Hydro-Lipidfilm genannt). Man kann sie sich wie eine Mauer aus Ziegeln und Mörtel vorstellen – Hornzellen bilden die „Ziegel", hauteigene Lipide wie Ceramide den „Mörtel", der alles zusammenhält. Der leicht saure pH-Wert von 4,5–5,5 wirkt dabei wie ein biologisches Schutzschild gegen Bakterien, Viren und Pilze.
Übrigens: Ohne intakte Hautschutzbarriere würde unser Körper täglich über 12 Liter Wasser verlieren!
Ist die Barriere geschwächt, dringen Schadstoffe leichter ein, Feuchtigkeit geht schneller verloren – die Haut reagiert empfindlicher, gerötet oder juckt.
Die häufigsten Auslöser einer geschwächten Hautbarriere
- Psychischer Stress
- Hormonelle Schwankungen
- UV-Strahlung und Umweltbelastungen
- Nicht dem Hautbild entsprechende Pflege
- Schlafmangel
- Einseitige Ernährung
- Alkohol und Nikotin

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So ist unsere Haut aufgebaut. Kritisch wird es, wenn die schützende Schicht, das Stratum Corneum, geschwächt ist.
Rosacea und Couperose: Unterschiede und Pflege
Was ist der Unterschied zwischen Couperose und Rosacea? Für viele Experten ist die Couperose (auch Kupferrose oder Kupferfinne genannt) eine Vorstufe zur Rosacea. Teils wird sie jedoch auch als eigenständige Hautkrankheit betrachtet. Bei einer Couperose erscheinen Wangen und Nase gerötet, bei genauer Betrachtung kann man winzige erweiterte Blutgefäße erkennen, die als bläulich-rote Äderchen sichtbar sind. Die Haut ist empfindlich, kann zeitweise brennen, jucken und zu Trockenheit neigen. Bei einer Rosacea breiten sich die Rötungen auf das ganze Gesicht aus und werden im weiteren Verlauf zu eitrigen Pusteln und Knötchen. Die chronisch-entzündliche Hautkrankheit wird manchmal mit Akne im Erwachsenenalter (Acne tarda) verwechselt. Bei einer Rosacea treten allerdings keine Mitesser auf und es kann zu Verdickungen und Wucherungen der Haut kommen. Der Übergang von einer Couperose zu einer Rosacea ist oft fließend. Aber nicht jede Couperose muss zu einer Rosacea werden. Ein Besuch bei einer/m Hautarzt/ärztin ist auf jeden Fall zu empfehlen.
Gut zu wissen: Männer können bei einem schweren Verlauf von einem Rhinophym betroffen sein, auch Knollen- oder Kartoffelnase genannt. Dies kann eine große psychische Belastung darstellen, da die Betroffenen oft für Alkoholiker gehalten werden. Diese Wucherungen haben aber nichts mit übermäßigem Alkoholkonsum zu tun.
Typische Trigger bei Rosacea und Couperose
- Starke Temperaturschwankungen (z. B. Sauna)
- Ausgedehnte Sonnenbäder
- Scharfe Gewürze und heiße Getränke
- Alkohol und Nikotin
- Heiße Bäder, starke Durchblutungsreize
Alles, was die Durchblutung der Haut anregt, kann einen neuen Schub auslösen – leider auch Wind und Kälte.
Reformhaus® Pflege-Strategie bei Rötungen
Sanfte, feuchtigkeitsspendende Pflege ohne Parfum und Alkohol steht im Mittelpunkt. Ein Extrakt aus der Purpur-Rotalge soll irritierte Haut beruhigen, Rötungen mildern und die Gefäßwände stärken. Neu im Reformhaus® (ab Ende September erhältlich): Die ARYA LAYA Anti-Rötungen Tag & Nachtpflege mit Rucola- und Kaktusfeigenblüten-Extrakt, die Couperose-Rötungen nachweislich reduzieren und Gefäßwände stärken soll – parfum- und alkoholfrei. Auch ein Extrakt aus dem Granatapfel kann das Bindegewebe stärken und Rötungen mildern.
Wichtig: Aggressive Peelings sind tabu, täglicher UV-Schutz ist Pflicht – auch an bewölkten Tagen.
Passende Produkte: ARYA LAYA Anti-Rötungen Tag & Nachtpflege (NEU); ARYA LAYA Granatapfel Pflegeserie; ARYA LAYA Rose Regeneration Pflegeserie; DADO SENS SENSACEA Gesichtsemulsion & Intensivserum; ARYA LAYA Fett-Feucht Balancer Cell Repair.
SOS-Tipp: Schwarztee-Kompresse
In kühlem Schwarztee getränkte Kompressen können stark durchblutete Haut beruhigen. Die enthaltenen Gerbstoffe (Tannine) wirken adstringierend ( zusammenziehend) und entzündungshemmend. Tee ca. 15 Minuten ziehen lassen, abkühlen (am besten im Kühlschrank), dann 10–15 Minuten auflegen. Achtung: Heiß getrunken gilt Schwarztee dagegen als möglicher Rosacea-Trigger!
Äußerlich als Kompresse angewendet soll Schwarztee auch bei anderen Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder perioraler Dermatitis helfen. So kann der Juckreiz gelindert, Poren sichtbar verkleinert und das Erscheinungsbild der Haut verbessert werden.
Ernährungstipps bei Rosacea
Zucker, Weizen, Schweinefleisch und Kuhmilch können Entzündungen fördern. Besser geeignet: viel Gemüse, pflanzliches Eiweiß und stilles Wasser. Ein Haut-Tagebuch hilft, individuelle Auslöser zu identifizieren (siehe Abschnitt weiter unten).
Make-up-Tipp: Grün ist die Komplementärfarbe zu Rot und gleicht als Untertöner Rötungen aus (z. B. DADO SENS HYPERSENSITIVE Make-up/Concealer).

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Hautrötungen im Gesicht sind für viele auch eine psychische Belastung
Neurodermitis: Wenn die Haut viel Zuwendung braucht
Neurodermitis (atopische Dermatitis) ist eine nicht ansteckende, schubweise verlaufende Hautkrankheit, die in Industrieländern – vor allem Nordeuropa – besonders häufig auftritt und als Zivilisationskrankheit gilt. Die Ursachen sind eine Mischung aus genetischer Veranlagung und Umwelteinflüssen.
Typische Anzeichen
- Trockene, leicht reizbare, oft gerötete oder schuppige Haut
- Starker, teils unerträglicher Juckreiz
- Wiederkehrende Schübe, im akuten Schub auch nässende Bläschen
- Trigger u. a.: Stress, Allergene, Infekte, Seife, Hitze/Kälte, kratzende Kleidung
Reformhaus® Pflege-Strategie
Im Mittelpunkt steht eine intensive, konsequente Basispflege mit rückfettenden, feuchtigkeitsspendenden Produkten. Bewährt hat sich Nachtkerzenöl – reich an der entzündungshemmenden Omega-6-Fettsäure Gamma-Linolensäure (GLA) – sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet. Bei innerlicher Einnahme braucht es etwas Geduld: Eine spürbare Wirkung zeigt sich meist erst nach mehreren Wochen.
Achtung: Personen mit Epilepsie, niedrigem Blutdruck, Krebspatient:innen und Schwangere sollten auf die innerliche Einnahme von Nachtkerzenöl verzichten bzw. vorher ärztlichen Rat einholen. Auch bei gleichzeitiger Einnahme von Blutverdünnern ist Vorsicht geboten.
Auch basische Körperpflege (pH 7,5–8,5) kann die natürliche Ausscheidungsfunktion der Haut unterstützen und die Selbstfettung optimieren.
Der richtige Alltag bei Neurodermitis
- Kurz und lauwarm duschen (nicht zu heiß)
- Haut nach dem Duschen sanft abtupfen statt trockenrubbeln
- Anschließend reizfreie, rückfettende Pflege auftragen
- Stress reduzieren (Autogenes Training, Yoga, Meditation)
- Ausreichend trinken
- Baumwolle oder Seide statt Wolle/Synthetik tragen
- Auch in symptomfreien Phasen täglich eincremen, um die Barriere langfristig zu stärken
Tipp: Bei Juckreiz lieber sanft reiben, zupfen oder klopfen statt kratzen – Kratzen schädigt die Haut zusätzlich.
Passende Produkte: ARYA LAYA HyperSens Pflegeserie; Alsiroyal® Nachtkerzenöl Kapseln; Bergland Nachtkerzen-Öl bio; DADO SENS EXTRODERM Pflegeserie bzw. NEURODERMITIS Pflege Set; P. Jentschura® MeineBase®; Primavera Hanfsamenöl bio.

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Nicht kratzen, nur sanft reiben heißt die Devise bei Neurodermitis
Haut-Tagebuch: Trigger erkennen
Sowohl bei Neurodermitis als auch bei Rosacea hilft ein Haut-Tagebuch, persönliche Trigger zu identifizieren. Notieren Sie:
- Welche Lebensmittel habe ich gegessen, was getrunken?
- Hatte ich Stress oder war ich aufgeregt?
- Welche Pflegeprodukte habe ich benutzt?
- War es draußen besonders heiß oder kalt?
- Welche Pflegeprodukte habe ich benutzt?
So lässt sich leichter nachvollziehen, was einen Schub ausgelöst hat. Auch passende Apps können beim Erkennen von Mustern helfen.
Tipp: Eine gesunde Ernährung unterstützt immer eine gesunde Haut! Um den Körper mit wichtigen Vitalstoffen zu versorgen, kann das M. Reich BasenPulver hilfreich sein, das aus 107 sorgsam ausgewählten Pflanzen besteht. Auch Haferflocken (z. B. Reformhaus® Haferwunder) sind ein tolles Superfood bei Hautproblemen. Der Clou: Hafer enthält wasserlösliche Kohlenhydrate, die der Haut helfen, besser Feuchtigkeit aufzunehmen und zu speichern.
Von Pigmentflecken, Dehnungsstreifen und Narben
Der Lauf des Lebens hinterlässt Spuren auf unserer Haut. Ob Falten im Gesicht, Dehnungsstreifen durch Schwangerschaft oder Gewichtszunahme, Narben durch Verletzungen oder Pigmentflecken durch zu viel Sonneneinwirkung. Sie alle erzählen unsere Lebensgeschichte. Und sind meistens unbeliebt. Wir sollten versuchen, sie nicht als Ärgernis zu empfinden, sondern sie positiv als Zeichen unseres Lebens zu betrachten. Gepflegt sind sie uns aber natürlich am liebsten. Mit kostbaren Wirkstoffen aus der Natur können wir das Bindegewebe unterstützen, straffen, die Elastizität fördern sowie Narben geschmeidiger machen. Und sogar Pigmentflecken mildern! Wussten Sie, dass Vitamin C bei regelmäßiger Anwendung aufhellend wirkt und eine Hyperpigmentierung mildern kann? Auch ein Extrakt aus der weißen Strandlilie soll Pigmentflecken vermindern (z. B. hautengel® Wirkessenz Vitamin C; Alsiroyal® Hyaluron X-Effekt Intensiv Serum 03)
Gut zu wissen: Sogenannte Altersflecken sind eine Form von Pigmentflecken, die dort entstehen, wo die Haut besonders häufig der Sonne ausgesetzt ist, zum Beispiel im Gesicht und an den Händen. Insbesondere die UV-B-Strahlung ruft Veränderungen im genetischen Material der Zellen hervor. Benutzen Sie auf den Händen am besten regelmäßig eine Sonnenschutzcreme mit mineralischen Filtern, um Altersflecken vorzubeugen (z. B. Gamarde Fluide Solaire Sonnencreme SPF 50; Bergland Handcreme Anti-Aging; DADO SENS Pigmentcare Anti-Pigmentflecken Serum; ANNEMARIE BÖRLIND NATUPERFECT Anti-Pigment & Brightening-Fluid, Anti-Aging Handcreme).
Sie leiden unter Dehnungsstreifen? Die Streifen (auch Striae distensae oder Striae cutis) sind feine Narben und können immer dann entstehen, wenn sich die Haut schnell ausdehnen muss, zum Beispiel bei einer Schwangerschaft oder in der Pubertät bei einem Wachstumsschub. Erst sind die Streifen rötlich, später weiß schimmernd. Meist treten sie an Oberschenkeln, Po, Hüfte und Bauch auf. Pflanzliche Öle können helfen, die Elastizität der Haut zu erhöhen. Am besten direkt von Beginn der Schwangerschaft an zweimal täglich ein spezielles Schwangerschaftsöl sanft einmassieren (z. B. ARYA LAYA Schwangerschaftsöl).
Übrigens: Auch für Teenager im Wachstum sowie Sportler im Muskelaufbau eignet sich ein Schwangerschaftsöl, um den unbeliebten Streifen vorzubeugen. Wildrosenöl (auch Hagebuttenkernöl genannt) soll das Bindegewebe festigen und Dehnungsstreifen verblassen lassen. Es eignet sich effektiv zur Narbennachbehandlung, genau wie zellverjüngendes Arganöl und durchblutungsförderndes Weizenkeimöl (z. B. hautengel® Wirkessenz Rose; Primavera Wildrosenöl bio; ARYA LAYA Beauty Oil Arganöl bio; Primavera Arganöl bio).
Tipp: Auch älteres Narbengewebe ist dankbar für ein regenerationsförderndes Öl, das Feuchtigkeit spendet und geschmeidig macht. Am besten mehrmals täglich einige Tropfen auf die leicht feuchte Haut sanft einmassieren (z. B. ARYA LAYA Beauty Oil Narbenöl). Und denken Sie bitte immer daran: Sie sind schön, genau so wie Sie sind!

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Autor:in: Kristin von Essen


