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B-Vitamine: Funktionen, Quellen & was bei Mangel zu tun ist

© Parkheta / gettyimages.de

„Das nervt!" oder „Ich bin so müde!" – Sätze, die wir alle kennen. Manchmal steckt mehr dahinter als ein langer Tag: Ein Mangel an B-Vitaminen kann sich auf vielfältige Weise bemerkbar machen. Die acht B-Vitamine sind unverzichtbar für Energie, Nerven und Immunsystem – und müssen täglich über die Ernährung zugeführt werden. Hier bekommen Sie einen vollständigen Überblick: Was jedes B-Vitamin leistet, wo es steckt, wer besonders auf seine Versorgung achten sollte – und was Sie tun können, wenn der Körper Alarm schlägt.

Wissenswertes auf einen Blick

  • 8 B-Vitamine: B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9 und B12 – jedes mit eigener Aufgabe
  • Wasserlöslich: Der Körper kann sie kaum speichern – regelmäßige Zufuhr ist entscheidend (Ausnahme: B12 in der Leber)
  • Beste Quellen: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, grünes Blattgemüse, Eier
  • Risikogruppen: Veganer:innen, ältere Menschen, Schwangere, Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen oder bestimmten Medikamenten
  • Mangel erkennen: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Kribbeln, Hautveränderungen – oft unspezifisch, daher Bluttest empfehlenswert
  • Schonend kochen: Viele B-Vitamine sind hitze- und lichtempfindlich
  • Gezielt ergänzen: Bei erhöhtem Bedarf kann hochwertige Nahrungsergänzung sinnvoll sein – am besten nach individueller Beratung im Reformhaus®

Was sind B-Vitamine – und warum braucht der Körper sie täglich?

B-Vitamine sind wasserlösliche Mikronährstoffe, die der Körper für zahlreiche Stoffwechselprozesse benötigt. Sie dienen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, fördern Resilienz und unterstützen ein starkes Immunsystem. Da der Körper die meisten B-Vitamine nicht selbst herstellen und nur in geringen Mengen speichern kann, müssen sie täglich über die Nahrung zugeführt werden. Jedes B-Vitamin übernimmt dabei eine spezifische Rolle – zusammen bilden sie ein unentbehrliches Team.

In den meisten Fällen liefert eine ausgewogene und vielseitige Ernährung ausreichend B-Vitamine. Es gibt jedoch Personengruppen, die laut Studien besonders häufig von einer Unterversorgung betroffen sind: ältere Menschen (da die Aufnahme im Darm nachlässt), Veganer:innen und Vegetarier:innen (vor allem bei B12 und B2), Schwangere (besonders bei Folat) sowie Personen mit Magen-Darm-Erkrankungen oder bei Einnahme bestimmter Medikamente. Wer den Bedarf über die Ernährung nicht vollständig decken kann, findet im Reformhaus® eine breite Auswahl an hochwertigen Nahrungsergänzungen – z. B. von Alsiroyal®, Dr. Wolz, Raab Vitalfood, Salus, hübner® und GSE.

Die 8 B-Vitamine im Überblick

B1 – Thiamin

Funktion: Vitamin B1 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel, einer normalen Herzfunktion und zur Aufrechterhaltung einer normalen psychischen Funktion bei.

Natürliche Quellen: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Brokkoli, mageres Fleisch.

Reformhaus®-Tipp: Thiamin ist hitzeempfindlich – Dämpfen schont das Vitamin deutlich besser als langes Kochen.

B2 – Riboflavin

Funktion: Vitamin B2 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel sowie zur Erhaltung normaler Haut und Schleimhäute bei.

Natürliche Quellen: Trockenhefe, Milchprodukte, Eier, Pilze, Mandeln, Vollkorn.

Wissenswertes: Hochdosiertes Riboflavin wird in der Migräneprophylaxe wissenschaftlich untersucht. Eine Einnahme in pharmakologischen Dosen sollte stets ärztlich begleitet werden.

B3 – Niacin (Nicotinamid)

Funktion: Niacin trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel und einer normalen psychischen Funktion bei. Als Bestandteil der Coenzyme NAD und NADP ist es zentral für den Zellstoffwechsel.

Natürliche Quellen: Kürbiskerne, Vollkorn, Erdnüsse, Naturreis.

Hinweis: Pharmakologische Dosen zur Beeinflussung des Fettstoffwechsels gehören ausschließlich in ärztliche Hände.

B5 – Pantothensäure

Funktion: Pantothensäure trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur normalen Synthese von Steroidhormonen, Vitamin D und einigen Neurotransmittern bei. Sie ist unverzichtbarer Baustein des Coenzyms A.

Natürliche Quellen: Haferflocken, Vollkorn, Eier, Cashews, Hülsenfrüchte – Pantothensäure ist in nahezu allen natürlichen Lebensmitteln enthalten.

Reformhaus®-Tipp: Eine abwechslungsreiche Ernährung deckt den Bedarf in der Regel gut ab.

B6 – Pyridoxin

Funktion: Vitamin B6 trägt zu einem normalen Eiweiß- und Glykogenstoffwechsel sowie zur normalen Funktion des Immunsystems bei und ist an der Bildung von Neurotransmittern beteiligt.

Natürliche Quellen: Bananen, Möhren, Walnüsse, Kartoffeln, Fisch, Geflügel.

Hinweis: Bei bestimmten Medikamenten (z. B. einigen Antibiotika) kann der B6-Bedarf erhöht sein – hier lohnt sich eine ärztliche Abklärung.

B7 – Biotin

Funktion: Biotin trägt zur Erhaltung normaler Haut und Schleimhäute sowie zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.

Natürliche Quellen: Gekochte Eier, Haferflocken, Erbsen, Nüsse, Sojabohnen.

Wichtig: Eine Überdosierung ist nicht sinnvoll und bringt keinen nachgewiesenen Zusatznutzen.

B9 – Folat (Folsäure)

Funktion: Folat trägt zu einem normalen Aminosäurestoffwechsel und zur normalen Blutbildung bei. Es spielt eine zentrale Rolle bei der Zellteilung – besonders in der Frühschwangerschaft.

Natürliche Quellen: Grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Rote Bete, Weizenkeime.

Reformhaus®-Empfehlung: Frauen mit Kinderwunsch sollten gemäß ärztlicher Empfehlung frühzeitig supplementieren – idealerweise mindestens 4 Wochen vor der Konzeption.

B12 – Cobalamin

Funktion: Vitamin B12 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel, zur normalen Funktion des Nervensystems und zur normalen Blutbildung bei.

Natürliche Quellen: Milchprodukte, Eier, Fleisch, Fisch. Für Veganer:innen ist eine Supplementierung unverzichtbar.

Hinweis: Ein B12-Mangel ist weit verbreitet – besonders bei älteren Menschen, Veganer:innen und Personen mit Resorptionsstörungen. Da die Leber B12 für einige Jahre speichern kann, bleibt ein Mangel oft lange unbemerkt.

B-Vitamin-Mangel: Symptome erkennen

Da die B-Vitamine an zahlreichen Funktionen im Körper beteiligt sind, lässt sich ein Mangel nicht immer eindeutig zuordnen. Die Symptome sind vielfältig und variieren, je nachdem, welches B-Vitamin fehlt – oft tritt ein Mangel in Kombination auf.

Häufige Anzeichen einer Unterversorgung:

  • Anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung
  • Konzentrationsschwierigkeiten und geistiger Leistungsabfall
  • Depressive Verstimmungen und Reizbarkeit
  • Neurologische Beschwerden wie Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Händen und Füßen
  • Hautveränderungen, eingerissene Mundwinkel, brüchige Nägel
  • Verdauungsstörungen

Ein unentdeckter und fortlaufender Mangel ist nicht zu unterschätzen: Im schlimmsten Fall kann er irreversible Nervenschädigungen bedingen. Da die Symptome oft unspezifisch sind und auch auf andere Ursachen hinweisen können, ist bei Verdacht eine Untersuchung durch medizinisches Fachpersonal essenziell – in der Regel über einen einfachen Bluttest.

Wer ist besonders gefährdet?

Nicht alle Menschen haben dasselbe Risiko für eine Unterversorgung. Folgende Gruppen sollten ihren B-Vitamin-Status besonders im Blick behalten:

Veganer:innen und Vegetarier:innen haben ein erhöhtes Risiko für einen B12- und B2-Mangel, da diese Vitamine vor allem in tierischen Lebensmitteln vorkommen. Eine regelmäßige Supplementierung von B12 ist bei rein pflanzlicher Ernährung unverzichtbar.

Ältere Menschen nehmen B-Vitamine über den Darm schlechter auf – besonders B12. Auch die Eigenproduktion von Intrinsic Factor, der für die B12-Aufnahme notwendig ist, kann im Alter nachlassen.

Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Bedarf, insbesondere an Folat (B9) und B12. Folsäure sollte gemäß ärztlicher Empfehlung bereits vor der Schwangerschaft supplementiert werden.

Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen (zum Beispiel Morbus Crohn oder Zöliakie) können B-Vitamine schlechter aufnehmen – unabhängig davon, wie ausgewogen ihre Ernährung ist.

Personen mit bestimmten Medikamenten, zum Beispiel Metformin (Diabetes) oder bestimmte Magensäureblocker, können ebenfalls einen erhöhten Bedarf haben.

Alkohol- und Zigarettenkonsum

Personen mit hoher Stressbelastung

Der 4-Punkte-Plan für eine gute B-Vitamin-Versorgung

  • Vielfalt auf dem Teller: Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, grünes Gemüse, Eier und Milchprodukte liefern gemeinsam das volle B-Vitamin-Spektrum.
  • Schonend kochen: Dämpfen statt Kochen, Lagerung im Dunklen – so bleibt mehr in Ihren Mahlzeiten erhalten.
  • Angereicherte Produkte nutzen: Besonders bei veganer Ernährung können angereicherte Lebensmittel eine wertvolle Ergänzung sein.
  • Bedarfsgerecht ergänzen: Qualität und angemessene Dosierung zählen mehr als „viel hilft viel". Lassen Sie sich im Reformhaus® individuell beraten – besonders in der Schwangerschaft, im höheren Alter oder bei gesundheitlichen Einschränkungen.

Ausgewogen einem Mangel vorbeugen

Kein Lebensmittel allein kann den gesamten Vitaminbedarf des Menschen in ausreichender Menge und im richtigen Verhältnis decken. Für eine optimale Vitaminversorgung sollte daher möglichst naturbelassen und abwechslungsreich gegessen werden.

B-VitamineFolgende Lebensmittel sind besonders reich an B-Vitaminen:
Vitamin B1 (Thiamin)Vollkorngetreide, Trockenhefe, Weizenkeime, Brokkoli, Kartoffeln, Nüsse, Hülsenfrüchte, Sonnenblumenkerne, Fleisch
Vitamin B2 (Riboflavin)Vollkorngetreide, Trockenhefe, Pilze, Milchprodukte, Mandeln, Sojabohnen, Leber, Fisch
Vitamin B3 (Niacin)Mungobohnen, Erdnüsse, Kürbiskerne, Naturreis, Vollkornmehl, Pilze, Fleisch (Innereien), Fisch
Vitamin B5 (Pantothensäure)Vollkornprodukte, Brokkoli, Milchprodukte, Haferflocken, Hefe, Champignons, Linsen, Cashews, Blumenkohl, Eier, Leber
Vitamin B6 (Pyridoxin)Bananen, Möhren, Walnüsse, Erdnüsse, Vollkorngetreide, Fleisch, Fisch
Vitamin B7 (Biotin)Haferflocken, Trockenhefe, Eigelb, Sojabohnen, Erbsen, Hefe, Milchprodukte, Fleisch, Fisch
Vitamin B9 (Folat)Weizenkeime und -kleie, Grünkohl, Rosenkohl, Spinat, Rote Bete, Hefe, Eier, Leber
Vitamin B12 (Cobalamin)Milchprodukte, Eier, Fleisch, Fisch

Wie Sie sehen, sind viele pflanzliche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Nüsse und Kerne hochwertige Vitamin B-Quellen. Kombinieren Sie diese täglich mit verschiedenen Obst- und Gemüsesorten, haben Sie bereits eine gute Grundlage für Ihren Bedarf sichergestellt.

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Take-aways

  • Die 8 B-Vitamine sind wasserlöslich und müssen täglich über die Nahrung zugeführt werden.
  • Jedes B-Vitamin erfüllt spezifische Aufgaben – von der Energiegewinnung bis zur Blutbildung und Nervenfunktion.
  • Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse, Eier und grünes Gemüse sind die besten natürlichen Quellen.
  • Mangelsymptome sind oft unspezifisch – bei Verdacht empfiehlt sich ein Bluttest beim Arzt.
  • Veganer:innen, ältere Menschen und Schwangere gehören zu den Risikogruppen und sollten ihren Status regelmäßig prüfen lassen.
  • Hochwertige Nahrungsergänzung aus dem Reformhaus® kann gezielt helfen, Versorgungslücken zu schließen.
  • Pharmakologische Dosierungen einzelner B-Vitamine gehören immer in ärztliche Begleitung.

Häufige Fragen zu B-Vitaminen (FAQ)

Welche Lebensmittel sind besonders reich an B-Vitaminen?

Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, grünes Blattgemüse, Eier und Milchprodukte liefern zusammen das volle Spektrum. Da die verschiedenen B-Vitamine in unterschiedlichen Lebensmitteln vorkommen, ist Abwechslung auf dem Teller der beste Schlüssel zu einer guten Versorgung.

Woran erkenne ich einen B-Vitamin-Mangel?

Typische, aber oft unspezifische Anzeichen sind anhaltende Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, depressive Verstimmungen, Kribbeln in Händen und Füßen sowie Hautveränderungen. Da diese Symptome auch auf andere Ursachen hinweisen können, ist ein Bluttest beim Arzt der sicherste Weg zur Diagnose.

Wer hat einen erhöhten Bedarf an B-Vitaminen?

Veganer:innen und Vegetarier:innen (v. a. B12 und B2), ältere Menschen, Schwangere (v. a. Folat) sowie Personen mit Magen-Darm-Erkrankungen oder bei Einnahme bestimmter Medikamente können einen erhöhten Bedarf haben.

Was ist der Unterschied zwischen Folat und Folsäure?

Folat ist die natürliche Form des Vitamin B9 aus Lebensmitteln. Folsäure ist die synthetische Form in Nahrungsergänzungsmitteln und wird vom Körper besonders gut aufgenommen. Beide Formen tragen zur normalen Blutbildung und Zellteilung bei.

Kann man B-Vitamine überdosieren?

Da B-Vitamine wasserlöslich sind, scheidet der Körper überschüssige Mengen in der Regel aus. Bei B6 und B3 in hohen pharmakologischen Dosen sind bei langfristiger Einnahme unerwünschte Effekte bekannt. Deshalb gilt: Nahrungsergänzung bedarfsgerecht und nach Rücksprache mit dem Arzt oder dem Reformhaus® einsetzen.

Warum sollten Veganer:innen B12 supplementieren?

Vitamin B12 kommt in nennenswerten Mengen fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor. Bei rein pflanzlicher Ernährung ist eine regelmäßige Supplementierung daher unverzichtbar, um einem Mangel vorzubeugen, der das Nervensystem und die Blutbildung betreffen kann.

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[Veröffentlicht: 05.05.2025 / Aktualisiert: 06.03.2026]

Autor:in: Lina Levin