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Gesunde Fette und ihre Bedeutung

Wertvoller Energielieferant

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© stevepb / pixabay

Fette und Öle sind für den menschlichen Körper ein besonders wertvoller Energielieferant. Bezogen auf die gleiche Menge liefern sie deutlich mehr Energie als Kohlenhydrate oder Eiweiß. Gleichzeitig sind sie vergleichsweise reaktionsträge, sodass die Energie vom Körper gut gespeichert werden kann. Genau das macht Fett zu unserem wichtigsten Langzeit-Energiespeicher. In Zeiten, in denen Nahrung nicht jederzeit verfügbar war, stellte dies einen entscheidenden Überlebensvorteil dar.

Heute hat sich die Situation jedoch verändert. In unseren Kulturkreisen nehmen viele Menschen mehr Energie zu sich, als sie verbrauchen. Dadurch wird Fett nicht nur als Energiespeicher genutzt, sondern im Übermaß eingelagert. In diesem Zusammenhang fällt häufig die Einteilung in „gute“ und „schlechte“ Fette. Doch was steckt eigentlich hinter dieser Unterscheidung?

Um zu verstehen, warum so unterteilt wird, schauen wir uns an, wie sich Fette chemisch aufgebaut sind.

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© NEUROtiker / Wikipedia

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© Poyraz 72 / Wikipedia

Abb. 1: Stearinsäure (oben) und Abb. 2: Ölsäure (unten). Die Doppelbindung sorgt für eine gekrümmte räumliche Anordnung. Öle mit einem höheren Anteil an ungesättigten Fettsäuren sind auch bei niedrigeren Temperaturen flüssig.

Gesättigte und ungesättigte Fettsäuren

Fette bestehen aus sogenannten Fettsäuren, die sich in ihrer Länge und Struktur unterscheiden können. Besonders wichtig ist dabei die Einteilung in gesättigte und ungesättigte Fettsäuren.

Gesättigte Fettsäuren besitzen keine Doppelbindungen in ihrer Kohlenstoffkette. Alle Bindungsstellen sind sozusagen „gesättigt“. Sie kommen häufig in tierischen Lebensmitteln vor, finden sich aber auch in einigen pflanzlichen Fetten. Aufgrund ihrer Struktur sind sie relativ stabil und weniger reaktionsfreudig.

Ungesättigte Fettsäuren enthalten dagegen eine oder mehrere Doppelbindungen. Diese kleinen strukturellen Unterschiede haben große Auswirkungen auf die Eigenschaften im Körper. Ungesättigte Fettsäuren sind beweglicher und können dadurch wichtige Funktionen im Stoffwechsel übernehmen.

Besonders interessant ist dabei: Pflanzen und Algen können Doppelbindungen selbst herstellen – Menschen und Tiere jedoch nur eingeschränkt. Tierische- und gesättigte Fette gelten deshalb häufig als „schlechte Fette“, weil wir diese selbst herstellen können und meisten sowieso zu viel auf den Hüften haben. Einige ungesättigte Fettsäuren benötigen wir, können diese aber nicht selbst herstellen. Diese werden daher als „essenziell“ für den menschlichen Körper beschrieben. Es sind also „gute Fette“, die wir mit der Nahrung aufnehmen müssen. Diese Fettsäuren sind bekannt als Omega-6 und Omega-3-Fettsäuren. Um diese Omega-Zählweise zu verstehen, müssen wir die Fettsäureketten von hinten betrachten und abzählen, wann die erste Doppelbindung zu finden ist:

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© Edgar181 / Wikipedia

Abb 3: Aufbau Fettsäure mit Doppelbindung / Omega-3-Schema

Omega-3, Omega-6 und Omega-9: Was bedeuten die Zahlen?

Ungesättigte Fettsäuren werden als Omega-3-, Omega-6- oder Omega-9-Fettsäuren bezeichnet. Die Zahl gibt an, an welcher Stelle sich die erste Doppelbindung in der Fettsäurekette befindet, wenn man von hinten zählt. Diese chemische Einteilung hat auch ernährungsphysiologische Bedeutung.

Besonders Omega-3-Fettsäuren sind für viele Körperfunktionen von Bedeutung. Gleichzeitig nehmen viele Menschen heute deutlich mehr Omega-6 als Omega-3 auf. Ein ausgewogenes Verhältnis gilt jedoch wichtig für unsere Gesundheit.

Warum sind Fettsäuren für den Körper so wichtig?

Fettsäuren erfüllen im Körper weit mehr Aufgaben als nur die Energieversorgung. Sie sind ein zentraler Bestandteil vieler biologischer Strukturen und an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt.

So besteht jede Zelle in unserem Körper zu einem großen Teil aus sogenannten Phospholipiden, welche Fettsäuren enthalten. Die Zusammensetzung dieser Fettsäuren beeinflusst, wie flexibel und funktionsfähig eine Zellwand ist. Auch die Isolierschicht von Nervenbahnen, das sogenannte Myelin, enthält einen hohen Anteil an Fetten und ist entscheidend für die schnelle Weiterleitung von Signalen im Nervensystem.

Darüber hinaus dienen bestimmte Fettsäuren als Ausgangsstoffe für hormonähnliche Botenstoffe, die unter anderem an der Regulation von Entzündungsprozessen, der Blutgerinnung und der Gefäßweite beteiligt sind.

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Abb. 4: Fette und Öle sind an einer Vielzahl an Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt.
(Bild mit Hilfe von KI erstellt)

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Herz-Kreislauf-System: Ungesättigte Fettsäuren unterstützen die Elastizität der Gefäße, tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels bei und sind somit unentbehrlich für eine normale Herzfunktion.

Fette sind außerdem notwendig für die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K und tragen damit indirekt zu vielen weiteren Körperfunktionen bei.

Welche Fettsäuren aufgenommen werden, beeinflusst daher nicht nur die Energieversorgung, sondern auch zahlreiche Regulationsprozesse im Körper.

Besonders interessant für die Ernährung

Bei hochwertigen Ölen gilt es, eine wichtige Unterscheidung zu treffen:

  • Pflanzenöle (z. B. Leinöl): Sie enthalten hohe Mengen der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure (ALA). Diese ist essenziell und eignet sich hervorragend dazu, das oft ungünstige Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 in der Ernährung zu verbessern.
  • Algen- und Fischöle: Diese liefern die wichtigen langkettigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA).

Die Umwandlungs-Problematik

Zwar kann der menschliche Körper ALA in EPA und DHA umwandeln, die Umwandlungsrate ist jedoch gering und von Faktoren wie Alter, Geschlecht und dem allgemeinen Ernährungsstatus abhängig. Viele Kunden greifen daher direkt zu Algen- oder Fischölpräparaten.

Vegetarische Algenöle

Lange Zeit galt Fischverzehr als alternativlos für die Versorgung mit EPA und DHA. Das steht im Widerspruch zum Tierwohl-Grundsatz im Reformhaus®. Die Wissenschaft hat diesen Mythos mittlerweile aber widerlegt: Fische bilden diese Fettsäuren nicht selbst, sondern reichern sie durch den Verzehr von Algen an.

Dank moderner und nachhaltiger Algenzucht lassen sich EPA und DHA heute direkt gewinnen. Das bietet drei entscheidende Vorteile:

  • Kein Tierleid: Kein Fisch muss für die Gewinnung sterben.
  • Reinheit: Kultivierte Algen sind i.d.R. frei von den Schadstoffbelastungen (z. B. Schwermetalle), die oft in Wildfisch vorkommen.
  • Qualität: Das Verfahren lässt sich gut kontrollieren und liefert Öle in hochwertiger Qualität.

neuform® zertifizierte Öle

Wir möchten Sie bestärken: Ein langes und gesundes Leben ist bei Reformhaus® Programm. Seit über 100 Jahren steht das Reformhaus® für hochwertige Produkte, kompetente Beratung und Qualität, auf die Verlass ist.

Mit der neuform® Premium-Qualität erhalten Sie geprüfte Sicherheit: Produkte mit neuform® Siegel sind hochwertig, mindestens vegetarisch, schadstoffgeprüft und unterstützen die Gesundheit auf natürliche Weise. Das gilt auch für neuform® zertifizierte Öle: Sie sind – wo immer möglich – bio-zertifiziert und werden risikoorientiert auf unerwünschte Schadstoffe geprüft.Konsequente Kontrollen helfen dabei, Belastungen etwa durch Pestizide oder Mineralölrückstände wie MOSH/MOAH dauerhaft gering zu halten.

So stehen neuform® zertifizierte Öle für Bio-Qualität mit zusätzlichem Sicherheitsanspruch.